Enea Bastianini - © Motorsport Images

© Motorsport Images – Enea Bastianini und Francesco Bagnaia trugen in Motegi mehrere Duelle aus

(Motorsport-Total.com) – In Aragon duellierte sich Enea Bastianini mit Francesco Bagnaia noch um den Sieg – mit dem glücklicheren Ende für den Gresini-Piloten.

Beim Grand Prix von Japan hatten die Ducati-Markenkollegen mit dem Kampf ums Podest zwar nichts zu tun, schenkten sich gegenseitig aber dennoch nichts.

Von den Plätzen zwölf und 15 gestartet, lagen Bastianini und Bagnaia das ganze Rennen über eng beieinander. Doch keinem der beiden gelang die erhoffte Aufholjagd. „Am Start war es wichtig, einige Positionen zurückzugewinnen und zu versuchen, den Vorteil des weichen Reifens zu nutzen“, sagt Bastianini.

„Aber es war schwierig, denn wenn man hinter vielen Motorrädern ist, steigt der Druck im Vorderreifen, sodass es schwierig wird, die anderen Fahrer beim Bremsen zu überholen. Außerdem hatte ich Pecco vor mir und wir wissen, dass er sehr spät bremst. Es war also nicht einfach, ihn zu überholen.“

Bastianini wollte auf Schlussrunde attackieren
Bastianini riskierte es dennoch und ging nach zehn Runden an Bagnaia vorbei. „Als ich dann freie Bahn hatte, konnte ich meine Pace fahren. Im letzten Teil des Rennens war ich dann allerdings nicht mehr wirklich schnell, weil der Reifen stark abgebaut hat.“

Trotzdem gelang es ihm, noch seine persönlich schnellste Rennrunde zu fahren. „Ja, das war drei oder vier Runden vor Schluss. Aber ich fuhr auch wirklich am Limit, um an Pecco und Fabio dranzubleiben. Es war ein Risiko, aber das musste ich eingehen, um in der letzten Runde noch einmal attackieren zu können.“

Denn bei noch vier zu fahrenden Runden hatte Bagnaia Bastianini wieder zurück überholt. Zu einem Gegenangriff kam es aber nicht mehr, da Bagnaia auf der Schlussrunde beim Versuch, an Fabio Quartararo (Yamaha) vorbeizugehen, stürzte und ausschied.

Teamorder? Bisher keine Anweisung von Ducati
Bastianini erbte daraufhin Platz neun. Angesprochen auf eine Stallregie seitens Ducati sagt er: „Nein, ich habe vorab keine Anweisungen erhalten. Das war vielleicht geplant, aber bei mir ist nichts angekommen.“ Das gilt auch für Marco Bezzecchi, der aber von sich aus entschied, Bagnaia nicht zu attackieren.

Der VR46-Pilot verlor am Start zunächst Plätze, reihte sich dann aber schnell wieder hinter Bastianini und Bagnaia ein. „Mein Rennen lief nicht so schlecht“, sagt der MotoGP-Rookie, der am Ende Zehnter. „Die Reifenwahl war schwierig. Wir hatten den harten Hinterreifen zuvor kein einziges Mal ausprobiert.“

„Aber wir sahen, dass es mit dem weichen Reifen etwas zu riskant werden würde, vor allem in den Beschleunigungsphasen. Also entschieden wir uns für den harten Reifen, was richtig war. Ich hatte einen guten Start, sobald ich dann aber hinter Pecco angekommen war, wollte ich kein Desaster riskieren und blieb dahinter.“

Bezzecchi: „Pecco ist ein guter Freund von mir“
„Als sich eine Gruppe bildete, merkte ich nach zehn, elf Runden, wie ich Probleme mit dem Vorderreifen bekam. Ich habe ein paar Meter verloren. Zum Schluss konnte ich dann aber noch mit Zarco kämpfen und wieder ein Top-10-Ergebnis erzielen.“

„Ich war gut auf der Bremse und konnte ein paar gute Überholmanöver machen“, berichtet Bezzecchi weiter. „Aber ehrlich gesagt habe ich während des Rennens ein bisschen zu viel nachgedacht. Pecco ist ein guter Freund von mir. In gewissen Momenten des Rennens hatte ich vielleicht mehr Pace.“

Trotzdem zog Bezzecchi es vor, hinter Bagnaia zu bleiben. Auf die Frage, ob das eine Ansage von Ducati gewesen sein, betont der VR46-Pilot aber: Nein. „Das war komplett meine Entscheidung. Gigi oder Ducati haben nichts dergleichen zu mir gesagt.“

Text von Juliane Ziegengeist, Co-Autor: Oriol Puigdemont

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