Valentino Rossi, Maverick Vinales - © LAT

© LAT – Finden Valentino Rossi & Maverick Vinales
in der neuen Saison zu alter Stärke?

Die Yamaha-Werkspiloten beendeten die MotoGP-Saison 2017 nur auf den Positionen drei und fünf. Maverick Vinales dominierte die Wintertests und gewann die beiden Auftaktrennen. Doch danach folgten Höhen und Tiefen.

Und auch Teamkollege Valentino Rossi erlebte eine durchwachsene Saison. Zu Beginn kämpfte der Routinier mit dem Handling seiner Yamaha. Das schmale Betriebsfenster der 2017er-M1 warf ihn bei Nässe und extremer Hitze zurück. Eine Verletzung im Spätsommer trübte Rossis Saison zusätzlich. Doch trotz der enttäuschenden Vorstellung in der abgelaufenen Saison traut Motorrad-Legende Kevin Schwantz dem Yamaha-Werksduo im neuen Jahr einiges zu. Vinales und Rossi sind laut Schwantz Kandidaten für den Titel.

Vinales‘ Debütsaison mit der Yamaha M1 stuft er nicht als Enttäuschung ein: „Nach dem Saisonauftakt erwartete man, dass Maverick mindestens die Hälfte der Rennen gewinnen wird. Ich würde behaupten, er hat tolle Arbeit geleistet mit einem Motorrad, das zu Saisonbeginn sehr gut und später ziemlich schwierig zu fahren war. Er zeigte sehr gute Rennen und verpasste gegen Ende der Saison nur knapp weitere Siege“, analysiert Schwantz gegenüber ‚Motorsport-Total.com‘.

„Yamaha ist ein Hersteller, der regelmäßig gewinnt. Das steigerte den Druck auf Maverick. Es ist schwierig, doch er leistete tolle Arbeit. Ich denke, wir können in der neuen Saison viel von ihm erwarten“, so Schwantz, der im jungen Spanier einen der heißesten Anwärter auf den WM-Titel sieht.

Aber auch Rossi hat laut Schwantz gute Chancen, doch noch nach seinem zehnten WM-Titel zu greifen: „Valentino ist nach wie vor stark genug, um seine Gegner in den Rennen zu bezwingen. Ich bin mir aber unsicher, ob er vom reinen Tempo gleich schnell ist. Doch er greift immer nach dem Titel.“

„Es hängt davon ab, wer in der kommenden Saison zeitig in Schwung kommt. Siege sorgen dann für zusätzliches Selbstvertrauen und zusätzliche Motivation. Dann ist entscheidend, wer den ersten Fehler macht“, bemerkt Schwantz, der von der hohen Fehlerquote in der abgelaufenen Saison überrascht ist.

„In der abgelaufenen Saison machte jeder Fahrer Fehler und hatte Höhen und Tiefen – unabhängig ob es technische Ausfälle waren oder Stürze. Es war ziemlich ungewöhnlich, dass ein Fahrer trotz eines technischen Ausfalls und diverser Stürze die Meisterschaft gewinnen konnte. Normalerweise muss man konstanter sein, um sich an der Spitze zu behaupten“, kommentiert Schwantz und liefert den Grund für die hohe Fehlerquote: „Die Fahrer treiben sich momentan so stark an, dass jeder irgendwann Fehler macht.“

Text von Sebastian Fränzschky & Gerald Dirnbeck

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