Jorge Lorenzo - © LAT

© LAT – Im Rennen von Le Mans kämpfte Jorge Lorenzo unter anderem mit Alex Rins

(Motorsport-Total.com) – Für Jorge Lorenzo endete der Große Preis von Frankreich in Le Mans mit seinem bisher besten Rennergebnis auf der Honda. Dennoch hatte sich der Spanier mehr erhofft als Platz elf: „Das einzig Negative an diesem Wochenende ist die Position. Ich habe mich nur um einen Platz im Vergleich zum bisher besten Ergebnis steigern können.“

Und trotzdem fällt das Fazit von Lorenzo positiv aus. Zwar verlor der Honda-Pilot auf seinen achten Startplatz im Rennen drei Positionen, sagt aber: „Mein Tempo ist nicht so stark gesunken. Vielleicht zwei Zehntel, mehr nicht. Am Ende des Rennens lässt jeder ein wenig nach. Nur noch etwas fehlt, aber ich denke weniger als vorher.“

Insgesamt fühle er sich nach dem MotoGP-Test in Jerez dank einiger Veränderungen am Motorrad besser, was sich auch im Verlauf des Rennwochenendes zeigte. „Zum Beispiel habe ich den Freitag zum ersten Mal in dieser Saison in den Top 5 beendet. Mit Platz acht hatte ich meine bisher beste Startposition“, analysiert Lorenzo.

Lorenzo vergleicht sich mit Crutchlow & Nakagami
„Im Rennen konnte ich auf den ersten Runden mit Fahrern wie (Franco) Morbidelli oder den Ducatis kämpfen. Am Ende des Rennens zum Beispiel mit (Alex) Rins. Fahrer, die schneller sind als jene, mit denen ich in den anderen Rennen gekämpft habe. Abgesehen von Katar war auch mein Rückstand auf den Sieger hier kleiner als sonst.“

Im Vergleich zu den Hondas von Cal Crutchlow und Takaaki Nakagami sieht Lorenzo, dass sich die Lücke schließt. So sei er in Le Mans zum ersten Mal in den meisten Sessions und im Rennen schneller gewesen als Nakagami. „Es ist wahr, dass er nicht das aktuelle Motorrad hat, aber er weiß über das Bike mehr als ich“, betont Lorenzo.

„Auch an Cal war ich näher dran. Ich konnte ihn im Rennen sehen und er war nur zwei oder drei Zehntel schneller als ich, was die Pace angeht, also nicht so weit weg. Ich denke, ich habe jetzt ein besseres Verständnis für das Motorrad, vor allem am Kurveneingang bin ich schneller. Aber wir müssen weiter daran arbeiten.“

„Honda kein freundliches Motorrad wie die Yamaha“
Damit meint Lorenzo vor allem die Ergonomie des Motorrads, mit der er noch immer nicht zufrieden ist. Wurde zuletzt immer wieder mit verschiedenen Sitzpolstern experimentiert, wechselte der Spanier in Le Mans zum Standard-Sitz von Honda, mit dem er sich am Freitag steigern konnte. Die Lösung sei das aber noch nicht, sagt er.

„Es gibt etwas, das ich mit der Verkleidung tun möchte. Ich glaube, dass mir das in Zukunft helfen wird, im Moment schränken uns die Regeln allerdings noch etwas ein. Es ist aber nur eine Frage der Zeit. Bis dahin werde ich auch meinen Fahrstil weiter angepasst haben und wissen, wie ich das Maximum aus dem Bike herausholen kann.“

Das sei mit Honda bei weitem nicht so einfach, wie es auf Yamaha der Fall war, entgegnet Lorenzo auf wiederholte Fragen, warum der Wechsel für ihn so schwierig sei: „Es ist kein freundliches Motorrad wie die Yamaha, mit der Rookies aus der Moto2 auf Anhieb schnell sind. Es ist ein Motorrad, das viel Zeit benötigt, um es zu verstehen.“

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Text von Juliane Ziegengeist, Co-Autor: Oriol Puigdemont

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