Luca Marini - © Motorsport Images

© Motorsport Images – Luca Marini hat an den beiden Shakedown-Tagen viele Dinge ausprobiert

(Motorsport-Total.com) – Nachdem Honda die vergangenen beiden MotoGP-Jahre auf dem letzten Platz der Konstrukteure abgeschlossen hat, wurde technisch reagiert.

Schon beim Valencia-Test im November gab es einen neuen Prototypen. Dieser wurde über den Winter weiterentwickelt.

Beim Sepang-Test in Malaysia gab es für jeden Fahrer einerseits das Motorrad von Valencia. Und daneben zwei neue Motorräder. In einem der beiden neuen Prototypen steckt ein neuer V4-Motor mit einer anderen Charakteristik. Das erste Feedback der Fahrer ist durchwegs positiv.

„Es war sehr wichtig, die Richtung mit diesem neuen Projekt zu verstehen“, sagt Luca Marini nach den Shakedown-Tagen bei MotoGP.com. „Ich glaube, dass wir großes Potenzial haben. Aber trotzdem haben wir noch viel Arbeit vor uns.“

Honda nutzte beim Shakedown-Test den zweiten und den dritten Tag. „Schade, dass es an beiden Nachmittagen geregnet hat, weil das unseren Plan etwas gestört hat“, sagt Joan Mir. „Aber trotzdem sind die neuen Concessions ein Vorteil, weil wir für die drei Testtage besser vorbereitet sind.“

Für Honda-Neuzugang Marini waren es die Testtage zwei und drei mit Honda. Sein Eindruck im Vergleich zur Ducati? „Der Unterschied ist ziemlich groß. Wir müssen uns darauf konzentrieren, ein Problem nach dem anderen zu lösen.“

„Am Kurvenausgang müssen wir noch etwas mehr Traktion finden. Hinten muss die Stabilität noch besser werden. Wir suchen auch noch mit den Flügeln mehr Anpressdruck. Wir arbeiten viel an der Aerodynamik, weil alle ständig neue Ideen bringen.“

„Jetzt arbeiten auch wir auf dieser Seite mit mehr Unterstützung der Ingenieure. Wir suchen natürlich noch nach einer besseren Abstimmung. Ich bin neu hier und das Motorrad ist neu. Wir müssen auch noch besser den Umgang mit den Reifen verstehen.“

Johann Zarco: „Zum richtigen Zeitpunkt bei Honda“
Den positiven ersten Eindruck von Marini bestätigt auch Johann Zarco: „Gute Gefühle, die ich in Valencia gefunden habe, konnte ich hier am ersten Tag bestätigen. Wir haben an der Sitzposition und der Abstimmung gearbeitet.“

„Am zweiten Tag bekam ich das neue Motorrad, das noch besser funktioniert hat.“ Nach vielen Jahren bei Ducati kann auch Zarco den Vergleich bewerten und ist genau wie Marini überzeugt: „Ja, ich denke, dass Potenzial vorhanden ist. Das neue Motorrad wurde sehr gut geboren.“

„Ich habe Glück, dass ich zum richtigen Zeitpunkt zu Honda komme. Ich erwarte weitere Fortschritte. Wir müssen weiterarbeiten. Wir können an der Aerodynamik arbeiten und ich denke, die Elektronik können wir auch verbessern.“

Takaaki Nakagami lobt neue Motorcharakteristik
Die beiden Shakedown-Tage waren für Honda wichtig, um einen Grundstein zu legen. Nun haben die Ingenieure zwei Tage Zeit, um den offiziellen Sepang-Test mit allen Teams vorzubereiten. Von den drei neuen Motorrädern stach vor allem jenes mit dem neuen Motor hervor.

„Der Motorcharakter ist viel positiver“, lobt Takaaki Nakagami. „Man kann den Motor mit dem Gas besser kontrollieren. Es gibt mehr Drehmoment und Topspeed. Der neue Motorcharakter ist viel besser. Alle Fahrer äußern sich dazu gleich.“

„Es sieht danach aus, dass wir das richtige Konzept gefunden haben. Wir können noch viel an der Geometrie des Motorrads und an der Elektronik arbeiten. Der erste Eindruck war aber schon ziemlich gut.“

Das Gesamtpaket hat Honda noch nicht geschnürt. An allen drei Shakedown-Tagen war auch Stefan Bradl im Einsatz. Bei seinem Motorrad war vor allem eine andere Aerodynamik im Heck des Motorrads angebracht.

Text von Gerald Dirnbeck

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