Marc Marquez - © Michelin

© Michelin – Marc Marquez konnte sich im Rennen nicht lange vor Maverick Vinales halten…

Es sollte nicht das Wochenende des Marc Marquez werden. Der Honda-Pilot holte sich beim zweiten Saisonlauf der MotoGP in Argentinien zwar die Pole-Position, doch ins Ziel schaffte es der Spanier nicht.

Marquez stürzte in Führung liegend bereits in der dritten Runde und begrub somit wertvolle 25 Punkte im Kiesbett. Der Weltmeister stand damit auch beim zweiten Rennen des Jahres nicht auf dem Podium, es ist sein schlechtester Saisonstart seit seinem Debütjahr 2014. Doch was läuft schief beim erfolgsverwöhnten 24-Jährigen?

Die Kurve 2 in Termas de Rio Hondo wurde Marquez zum Verhängnis. Er rutschte über das Vorderrad weg und schlitterte samt Bike ins Aus. Dass die Honda in diesem Jahr schwierig zu fahren ist, sei „nichts Neues“, entgegnet er nach dem Ausfall knapp. Der Sturz ärgerte ihn, besonders weil Hauptkonkurrent Maverick Vinales nun die Maximalpunkteanzahl von 50 Zählern auf seinem Konto hat. Marquez steht hingegen bei nur 13 Punkten. Nach nur zwei Rennen klafft ein 37-Punkte-Rückstand auf.

Marquez bringt seinen Sturz mit der Mischung seines Vorderreifens in Verbindung: „Aus irgendeinem Grund müssen wir uns immer für den harten Vorderreifen entscheiden, das kann uns dann im Rennen behindern, weil wir mehr Risiko gehen“, erklärt er. Auch Teamkollege Dani Pedrosa, LCR-Pilot Cal Crutchlow und die beiden Marc-VDS-Piloten Jack Miller und Tito Rabat entschieden sich für die harte Frontmischung und den Medium an der Hinterachse. Vinales und Valentino Rossi gingen hingegen mit Medium-Medium ins Rennen.

Crutchlow, der starker Dritter wurde und so das erste Honda-Podium des Jahres einfuhr, kommt ebenfalls auf die Reifenmischung zu sprechen: „Ich habe mich schon gewundert, warum er abgeflogen ist. Dann habe ich auch gesehen, dass Dani gecrasht ist. Da dachte ich schon: ‚Scheiße!‘ Ich wusste, dass es womöglich der Vorderreifen ist. Als ich gehört habe, dass er den härteren Reifen gewählt hat, wusste ich, dass er von Anfang an attackieren würde“, schildert der Brite.

Auch Pedrosa ging zehn Runden nach Marquez an exakt gleicher Stelle ebenfalls über das Vorderrad zu Boden. Er berichtet von „kniffligen Bodenwollen“, würde man über diese hart pushen, werde das „Limit sehr schmal“. Crutchlow ergänzt: „Wir wissen, dass das Bike in diesem Bereich kritisch ist. Wir sind alle den härteren Vorderreifen gefahren und zwei Jungs sind gestürzt. Ich konnte zum Glück auf dem Bike sitzenbleiben, was auch nicht immer der Fall ist in kniffligen Situationen“, schmunzelt er.

Auf der Honda sei es „sehr einfach“, das Bike über die Front zu verlieren, wenn es sich ein wenig bewegt. Allerdings ist das nicht die einzige Baustelle. Marquez spricht nach dem frühen Aus auch die Beschleunigung der RC213V an: „Wir müssen noch an der Beschleunigung arbeiten, weil es auch einfacher beim Bremspunkt wird, wenn wir am Kurvenausgang Zeit gewinnen.“ Crutchlow betont außerdem, dass der Motor in diesem Jahr zwar etwas mehr Power habe, trotzdem noch schwer fahrbar sei.

Mit dem Honda-Totalausfall in Argentinien steht man in der Herstellerwertung derzeit nur auf dem dritten, in der Teamwertung gar nur auf dem fünften Platz. Der dritte Saisonlauf findet in zwei Wochen in Austin statt. Der Circuit of The Americas liegt Marquez besonders gut, daher dürfte er dort womöglich weniger schlecht schlafen.

Text von Maria Reyer & David Emmett

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