Maverick Vinales - © Motorsport Images

© Motorsport Images – Maverick Vinales war in Katar der einzige Aprilia-Fahrer, der punkten konnte

(Motorsport-Total.com) – Nachdem Aleix Espargaro im Katar-Sprint in eine Kollision mit Miguel Oliveira verwickelt war und am Sonntag verletzungsbedingt aufgeben musste, lag es an Teamkollege Maverick Vinales, für Aprilia die Kohlen aus dem Feuer zu holen.

Im Sprint noch Sechster, steigerte sich der Spanier einen Tag später im Hauptrennen bis auf Platz vier und schrammte nur acht Hundertstel am Podest vorbei, nachdem er vor allem in der zweiten Rennhälfte einige Positionen gutgemacht hatte. Denn nach dem Start von Platz acht lag Vinales zunächst nur an neunter Stelle.

„Unser Ziel für den Winter ist es, an der Kupplung und einem echten Raketenstart zu arbeiten. Dann werden wir die Saison sicher genießen können“, sagt der Aprilia-Pilot.

Denn so hing er erst einmal eine ganze Weile hinter Jorge Martin (Pramac-Ducati) und Marc Marquez (Honda) fest. „Es ist die immer gleiche Geschichte. Ich folge anderen und der Druck im Vorderreifen steigt ins Unermessliche“, erklärt Vinales.

„Ich konnte nicht richtig verzögern. Aber sobald ich an ihnen vorbei war, normalisierte sich der Reifendruck wieder und es war eine andere Geschichte.“ In der Schlussphase ließ er dann auch noch Alex Marquez (Gresini-Ducati) und Brad Binder (KTM) hinter sich. Für Luca Marini (VR46-Ducati) reichte es aber nicht.

An Marini nur hauchdünn gescheitert
„Ich habe es versucht!“, betont Vinales. „In Kurve 15 ging ich ein bisschen zu früh ans Gas, weil ich ihn überholen wollte. Er drehte später auf und ich konnte die Linie nicht kreuzen.“

„Auf der Bremse war ich außen praktisch schon vorbei, aber es sollte nicht sein. Aber ich weiß, wozu ich in der Lage bin. Wenn ich mein Potenzial auf dem Bike ausschöpfen kann, kann ich Rennen gewinnen. Und mit dem Wissen, das wir hier gewonnen haben, werden wir dort auch hinkommen“, verspricht er.

Schon am Samstag nach dem Sprint betonte der Spanier: „Wir haben gute Daten für die Zukunft gesammelt. Ich weiß jetzt ziemlich genau, wo wir uns verbessern müssen – insbesondere in der Kurvenmitte. Für den Moment haben wir das Maximum aus unserem Bike herausgeholt, unser Rhythmus war gut.“

Vinales: Wir brauchen mehr Spielraum
„Das Problem ist, dass ich bereits am Freitag am Limit des Bikes angekommen bin. Es gab keine Luft mehr nach oben. Daran müssen wir arbeiten und unseren Spielraum erweitern“, mahnt Vinales und verweist auf die Formentwicklung der Konkurrenz.

„Die meisten können im Vergleich zu Freitag eine Sekunde zulegen, manche noch mehr, und bei uns sind es vielleicht drei, vier Zehntel. So haben sie im Qualifying etwas extra.“

Doch Vinales ist zuversichtlich, diese Schwäche langfristig beheben zu können: „Schon in Sepang und auch hier haben wir ziemlich gut verstanden, wo wir ansetzen müssen. Es geht um das Verhalten und die Balance des Bikes in der Kurvenmitte. Das müssen wir jetzt analysieren und uns über den Winter verbessern.“

An seinem eigenen Potenzial auf der Aprilia RS-GP hat der Spanier keine Zweifel. „Ich kenne mein Level als Fahrer. Es ist nur eine Frage der Zeit. Ich bin überzeugt, dass ich dieses Motorrad an die Spitze bringen werde. Da bin ich mir sicher“, sagt er.

Text von Juliane Ziegengeist, Co-Autor: German Garcia Casanova

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