Valentino Rossi - © LAT

© LAT – Eine Sekunde fehlen Valentino Rossi
im Qualifying am Ende

(Motorsport-Total.com) – Valentino Rossi ist mit dem Ausgang des Qualifyings auf Phillip Island zufrieden.

Der Italiener bezeichnet seinen siebten Platz als „nichts Besonderes, aber auch kein Desaster“. Er konnte sich mit einer persönlichen Bestmarke von 1:30.270 Minuten auf 1,071 Sekunden an die Pole-Zeit von Landsmann Andrea Iannone bei schwierigen Mischbedingungen heranfahren. Am Sonntag nimmt er das Podium ins Visier.

„Für mich persönlich ist das heute ein guter Tag. Ich konnte das Gefühl auf dem Bike im Vergleich zu gestern verbessern. Ich bin konkurrenzfähiger“, lautet die erste Analyse des „Doktors“. Er kämpfte sich auf Gesamtrang neun direkt in die Q2-Entscheidung. Zuvor lag er bereits mit Platz fünf (+0,260 Sekunden) im dritten Freien Training und Rang drei (+0,688 Sekunden) im vierten Freien Training im vorderen Mittelfeld mit dabei.

„Ich war in den Trainings nicht so schlecht. Danach waren die Bedingungen im Qualifying leider sehr knifflig“, bedauerte der Italiener nach dem Zeittraining. Denn während des 15-minütigen Pole-Shootouts begann es mehrfach zu regnen. Die Fahrer absolvierten die Zeitenjagd dennoch auf Slicks, allerdings war nur im ersten Run eine schnelle Rundenzeit möglich.

Rossi: „Das Podium ist ein gutes Ziel“
„Es war nicht einfach, hundert Prozent zu pushen. Bei diesen Bedingungen bin ich normalerweise nicht so stark. Ich glaube, dass ich in einem normalen Qualifying mein Potenzial besser ausspielen hätte können.“ Dennoch kann er mit Startplatz sieben leben. Die dritte Startreihe sei „nichts Besonderes also, aber auch kein Desaster.“

Im Rennen wird er versuchen, das Podium anzuvisieren. „Das Podium ist ein gutes Ziel. Ich werde es versuchen“, bestätigte Rossi, der sich im Kampf um den Vize-Weltmeistertitel noch gute Chancen ausrechnet. Er liegt derzeit nur noch neun Punkte hinter Andrea Dovizioso, der ebenso einen Podestplatz einfahren möchte. In Australien hat Rossi jedoch die besseren Karten mit der Yamaha, Dovizioso startet nur von Rang neun.

Die Statistik ist ebenso auf Rossis Seite: Bei insgesamt 21 Starts in Phillip Island schaffte es der 39-Jährige 17 Mal auf das Podest. Außerdem qualifizierte er sich schon im Vorjahr auf Startplatz sieben, führte das Rennen streckenweise an und konnte sich in einem harten Kampf um Rang zwei am Ende gegen Markenkollegen Maverick Vinales und Johann Zarco durchsetzen.

Australien 2017 war „bestes Rennen der Saison“
„Morgen Vormittag werden wir noch etwas ausprobieren und hoffentlich die richtigen Reifen wählen.“ Zur Auswahl stehen laut Rossi nur der weiche und der harte Hinterreifen, den Medium zieht er nicht in Betracht. „Es hängt jetzt sehr viel von der Arbeit heute Nacht bis morgen Früh ab, aber auch vom Wetter und der Reifenwahl.“ Den Wheelspin am Hinterrad, den er am Freitag noch beklagte, konnte er am Samstag in den Griff bekommen.

Insgesamt rechnet sich Yamaha in Australien gute Chancen aus, da das Streckenlayout den Stärken der M1 entgegenkommt. Durch die langgezogenen Kurven können Rossi, Vinales und Zarco guten Speed mitnehmen, die Beschleunigung ist weniger problematisch. „Wir haben an der Beschleunigung auf unterschiedlichen Reifentypen gearbeitet.“

Im vierten Training konnte der Italiener im Longrun auf Soft-Hard und Medium-Hard im niedrigen 1:31er-Bereich fahren. Zum Vergleich: Andrea Iannone, den Rossi als Favoriten nennt, konnte im hohen 1:29er- und niedrigen 30er-Bereich konstante Longruns abspulen. Der Italiener hofft auf bessere Bedingungen am Sonntag, um im Rennen in der Spitzengruppe mithalten zu können. „Im Vorjahr hatten wir hier das beste Rennen der Saison, weil es bis zum Schluss ein verrückter Kampf war. Ich hoffe, dass ich in diesem Jahr wieder mithalten kann.“

Qualifikation 2 MotoGP Phillip Island 2018

Q2 MotoGP Phillip Island - ©www.motogp.com

Q2 MotoGP Phillip Island – ©www.motogp.com

Qualifikation 1 MotoGP Phillip Island 2018

Q1 MotoGP Phillip Island - ©www.motogp.com

Q1 MotoGP Phillip Island – ©www.motogp.com

Text von Maria Reyer & Oriol Puigdemont

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