Valentino Rossi - © LAT

© LAT – Valentino Rossi kämpfte sich im
Rennen unablässig nach vorn

(Motorsport-Total.com) – Natürlich ist Rang sechs kein Resultat, auf das ein Hersteller mit den Ansprüchen von Yamaha stolz sein kann.

Und schon gar nicht für Valentino Rossi, der eigentlich mit diesem Motorrad seinen zehnten WM-Titel holen wollte. Doch in Anbetracht des Verlaufs des bisherigen Wochenendes mit dem Tiefpunkt einer öffentlichen Entschuldigung des Projektleiters für die mieserable Performance mutet die Aufholjagd von Startplatz 14 wie ein kleiner Sieg an.

Der „Doktor“ kannte an diesem Sonntag nur einen Weg: Nach vorne. Schon in der ersten Runde machte er drei Plätze gut, danach nahm er sich einzeln einen Gegner nach dem anderen vor: Andrea Iannone war in Runde drei fällt, Johann Zarco in Umlauf sechs. Aleix Espargaro wehrte sich ein bisschen und konnte Rossi auskontern, musste sich aber in Runde neun geschlagen geben.

Damit war Rossi bereits Achter, doch er holte weiter auf Konkurrenten auf. Die Abstände waren nun bereits etwas größer. Er machte Boden auf Tito Rabat gut und kassierte ihn in der 19. Runde. Fünf Runden vor Schluss arbeitete sich der neunmalige Weltmeister dann auch noch an der Suzuki von Alex Rins vorbei und erreichte so den sechsten Platz. Der Rückstand auf Petrucci betrug auf dem Zielstrich nur 0,857 Sekunden. Andererseits stürmte von hinten auch Dani Pedrosa heran, der ganze 0,130 Sekunden hinter Rossi einlief.

Aufholen macht Spaß
Wie soll man das also bewerten? Rossi sieht lieber das Positive und wertet das Rennen als kleinen Erfolg. „Manchmal muss man seine Erwartungen anpassen“, sagt der Altmeister nach seiner Aufholjagd. „Wenn ich von zu Hause aufbreche, möchte ich immer um das Podium kämpfen. Aber an diesem Wochenende hatten wir viele Probleme. Trotzdem muss man dieselbe Energie aufbringen wie an der Spitze, um Sechster und nicht Achter zu werden.“

Und eine Aufholjagd kann noch immer Spaß machen: „Ich habe das Rennen genossen, weil ich viel überholt habe, ohne selbst überholt zu werden. Wäre ich weiter vorn gestartet, hätte ich sicher auch mit Petrucci um Platz fünf kämpfen können. Leider war alles ab Crutchlow schneller als ich. Aber das hängt mit der Strecke zusammen.“ Der Red Bull Ring war schon von der Papierform her keine Yamaha-Strecke, die Traktionsprobleme kamen dann noch obendrauf. „Auf Strecken wie Silverstone und Misano werden wir vielleicht weniger Probleme haben“, hofft der 38-Jährige.

Es ist nicht nur die Elektronik
Rossi traf das Schicksal an diesem Wochenende doppelt hart: Im ersten Freien Training, der einzigen trockenen Session bis zum Warm-up am Sonntagmorgen, blieb er frühzeitig stehen. Er glaubt, dass er ohne das Problem den Q2-Einzug gepackt hätte. „Und in Q2 hätte ich vielleicht eine Runde hinbekommen, die mich in die dritte Startreihe gebracht hätte“, postuliert er. „Dann hätte ich vielleicht mit Petrucci kämpfen können. Aber Cal war schneller, also hätte ich maximal Fünfter werden können.“

Dennoch weiß er, dass noch mächtig Arbeit bevorsteht: „Es ist eine Kombination aus Motor und Elektronik. Wir brauchen ein Wochenende, an dem wir von Anfang an näher dran sind. Vielleicht nicht gleich für das Podium, denn die ersten Drei waren dieses Jahr meistens schneller als ich. Aber eines, an dem wir dicht an den Top 3 dran sind.“

Ergebnisse MotoGP am Red Bull Ring 2018

Ergebniss MotoGP Red Bull Ring - @www.motogp.com

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WM-Stand MotoGP nach Red Bull Ring 2018

WM-Stand MotoGP - @www.motogp.com

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Text von Heiko Stritzke & Oriol Puigdemont

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