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© GP-Fever.de – Valentino Rossi feiert beim MotoGP-Rennen in Katar einen Podestplatz

Heute hätte ich nicht einmal zehn Euro auf ein Podium von mir gewettet“, sagte Valentino Rossi nach seinem überraschenden dritten Platz beim Saisonauftakt der MotoGP in Katar.

Der Italiener hatte einmal mehr bewiesen, dass er ein Mann des Rennens ist und sich am Sonntag in der Regel noch einmal deutlich steigern kann. Mit seinem Podestplatz hinter Yamaha-Teamkollege Maverick Vinales und Ducati-Pilot Andrea Dovizioso war er mehr als zufrieden.

„Die Saison mit einem Podium zu beginnen, ist immer toll. Auf jeden Fall besser als im vergangenen Jahr“, freut sich der Italiener, für den die Steigerung insbesondere nach der schwierigen Saisonvorbereitung einer Erlösung gleichkommt. „Die Wintertests waren sehr schlecht. Seit Valencia, als ich das neue Bike zum ersten Mal testete, habe ich mich nicht wohl gefühlt“, blickt Rossi zurück.

Noch am Donnerstag habe er sich mit denselben Problemen wie schon in den Tests gequält. „Das war sehr frustrierend“, gibt der 38-Jährige zu. Doch von Donnerstag auf Freitag gelang seiner Crew mit einer Änderung bei der Anstimmung der Yamaha M1 ein deutlicher Schritt nach vorn, auch wenn dieser sich zunächst nicht in schnelleren Rundenzeiten widerspiegelte.

Valentino Rossi lobt Durchbruch beim Set-up
„Wir konnten das Set-up verbessern, sodass ich eine gute Stabilität am Kurveneingang hatte. Auch die Frontpartie hat sich besser angefühlt, ich war stark auf der Bremse“, erklärt Rossi. Im Warm-up allerdings kämpfte er erneut mit Problemen. Da die Temperatur aufgrund der Tageszeit um etwa zehn Grad höher lag als zum Rennen, „war der Reifen bei mir nach drei Runden kaputt“, so Rossi weiter.

Die Rennbedingungen kamen dem Italiener dann aber besser entgegen. Durch die Verschiebung des Starts nach hinten war es deutlich kühler – ein Plus für Rossis Konkurrenzfähigkeit. „Wir haben das Bike für das Rennen dann noch einmal angepasst. Ich fühlte mich gut, hatte einen guten Start und kam gut durch die erste Kurve, obwohl ein Zug mich getroffen hat“, scherzt der Yamaha-Pilot.

Er war von Startplatz zehn aus mitten im Getümmel ins Rennen gegangen und musste kurz darauf einen Schlag von Cal Crutchlow einstecken. Doch Rossi blieb sitzen und biss sich an der Führungsgruppe fest. „Danach konnte ich das Rennen genießen. Ich sah Maverick die ganze Zeit. Das ist mir in den Tests nie gelungen“, freut sich der Italiener, der zwischenzeitlich sogar schneller unterwegs war als die Führenden.

Motivation und Druck des Rennens pushen Rossi zum Erfolg
Wäre auch ein Sieg drin gewesen? „Ich wollte es probieren. Aber mit Maverick ist das schwierig, weil er immer ein bisschen schneller ist, dennoch war er diesmal nicht zu weit weg. Ich wollte pushen, denn ich glaube, jeder hatte mit dem Vorderrad zu kämpfen. Und im Zweikampf kann da alles passieren“, weiß Rossi. Er spekulierte schließlich darauf, dass Dovizioso mit dem weichen Hinterreifen Probleme bekommen würde.

„Aber am Ende war es zu riskant und ich war zu weit weg für einen Versuch“, sagt Rossi. Er ist froh, dass das Rennen überhaupt stattfinden konnte: „Wir hatten extrem Glück, dass alle drei Rennen gefahren werden konnten, insbesondere die MotoGP.“ Denn just nach letzten Runden hat es wieder angefangen zu regnen. „Und hier ist es immer sehr schwierig mit solch schlechten Wetterbedingungen“, weiß der Yamaha-Pilot.

Die Entscheidung, den Start zu verschieben, hält er daher für genauso richtig wie die Qualifyingabsage. Rossi erklärt das Problem: „Die Menge an Regen von einem Punkt zum anderen war extrem unterschiedlich. Wir sind die Runde gefahren, nachdem sie uns gesagt hatten, die Strecke wäre okay. Dann kamen wir in Kurve 14 an und dort war es nass. Das war erschreckend. Viele sind geradeaus gefahren.“

Für die weitere Saison hofft der MotoGP-Star, an seine Pace in Katar anknüpfen zu können: „Ich hoffe, dass wir jetzt besser arbeiten können und weniger zu kämpfen haben. Aber jede Strecke ist anders. Bei mir ist es so: Ich lerne vor allem im Rennen dazu. Dazu kommt, dass ich recht alt bin. Wenn du nicht die Motivation und den Druck hast wie im Rennen, wird es schwieriger. Insofern war dieses Wochenende sehr wichtig.“

Ergebnisse Rennen MotoGP Katar

1 25 25 Maverick VIÑALES SPA Movistar Yamaha MotoGP YAMAHA 38’59.999 165.5
2 20 4 Andrea DOVIZIOSO ITA Ducati Team DUCATI 39’00.460 165.5 0.461
3 16 46 Valentino ROSSI ITA Movistar Yamaha MotoGP YAMAHA 39’01.927 165.4 1.928
4 13 93 Marc MARQUEZ SPA Repsol Honda Team HONDA 39’06.744 165.0 6.745
5 11 26 Dani PEDROSA SPA Repsol Honda Team HONDA 39’07.127 165.0 7.128
6 10 41 Aleix ESPARGARO SPA Aprilia Racing Team Gresini APRILIA 39’07.660 164.9 7.661
7 9 45 Scott REDDING GBR OCTO Pramac Racing DUCATI 39’09.781 164.8 9.782
8 8 43 Jack MILLER AUS EG 0,0 Marc VDS HONDA 39’14.485 164.5 14.486
9 7 42 Alex RINS SPA Team SUZUKI ECSTAR SUZUKI 39’14.787 164.4 14.788
10 6 94 Jonas FOLGER GER Monster Yamaha Tech 3 YAMAHA 39’15.068 164.4 15.069
11 5 99 Jorge LORENZO SPA Ducati Team DUCATI 39’20.515 164.0 20.516
12 4 76 Loris BAZ FRA Reale Avintia Racing DUCATI 39’21.254 164.0 21.255
13 3 8 Hector BARBERA SPA Reale Avintia Racing DUCATI 39’28.827 163.5 28.828
14 2 17 Karel ABRAHAM CZE Pull&Bear Aspar Team DUCATI 39’29.122 163.5 29.123
15 1 53 Tito RABAT SPA EG 0,0 Marc VDS HONDA 39’29.469 163.4 29.470
16 44 Pol ESPARGARO SPA Red Bull KTM Factory Racing KTM 39’33.600 163.1 33.601
17 38 Bradley SMITH GBR Red Bull KTM Factory Racing KTM 39’39.703 162.7 39.704
18 22 Sam LOWES GBR Aprilia Racing Team Gresini APRILIA 39’47.130 162.2 47.131

Text von Juliane Ziegengeist

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