Maverick Vinales - © Motorsport Images

© Motorsport Images – Maverick Vinales liegt drei Rennen vor Saisonende 19 Punkte zurück

(Motorsport-Total.com) – Obwohl Yamaha-Werkspilot Maverick Vinales in der laufenden Saison erst bei drei Rennen in die Top 3 fuhr, hat er nach wie vor gute Chancen, Weltmeister zu werden.

Beim zweiten Rennen in Aragon kam Vinales auf Position sieben ins Ziel. Dadurch kam er näher an Markenkollege Fabio Quartararo heran. Der Rückstand auf Suzuki-Pilot Joan Mir wuchs aber weiter an.

„Ich bin nicht glücklich, aber ich bin zufrieden, dass ich vor Fabio ins Ziel kam“, bemerkt Vinales. „Ich konnte einen Punkt auf Fabio gutmachen. Das ist jetzt mein Ziel: Ich will 2020 bester Yamaha-Pilot sein. Das ist das, was möglich ist.“

Doch wenig später ändert Vinales seine Meinung bezüglich seines WM-Ziels: „Es ist mir egal, ob ich Zweiter oder Sechster werde. Das Ziel ist es, den Titel zu gewinnen. Doch mit diesen unbeständigen Ergebnissen und meinem jetzigen Gefühl für das Motorrad wird es sehr schwierig, den Titel zu gewinnen. Sehr, sehr schwierig.“

Die 2020er-Yamaha sorgt nicht für den erhofften Fortschritt
„Wir machen viele Fehler, auch aus technischer Sicht“, kritisiert er die Entwicklung bei Yamaha. „Ich kann da nicht zu sehr ins Detail gehen. Das Motorrad funktionierte nicht. Ich hatte viele Probleme mit dem Motorrad. Ich kann nicht verstehen, wie ich im FT4 so schnell fahren kann und dann im Rennen nicht diese Zeiten erreiche.“

Verwirrend ist, dass ausgerechnet Yamaha-Markenkollege Franco Morbidelli gewinnen konnte, während die restlichen Yamaha-Piloten nicht konkurrenzfähig waren. Hat Morbidellis Yamaha etwas, dass die 2020er-Werksmaschinen nicht haben?

„Die Stärken der Yamaha, also das Einlenkverhalten und die Kurvengeschwindigkeiten, sind stärker ausgeprägt“, stellt Vinales fest. „Das diesjährige Motorrad ist ein bisschen schwieriger. Das ist nicht nur bei mir so sondern auch bei den anderen Fahrern. Sie haben auch mit dem Motorrad zu kämpfen.“

Hat Yamaha im Winter die falschen Entscheidungen getroffen?
Vinales kritisiert, dass Yamaha bei den Winter-Tests den falschen Weg eingeschlagen hat. „Die Entscheidungen wurden in Malaysia getroffen. Das ist viele Monate her. Jetzt müssen wir damit klarkommen. Die Meisterschaft ist noch am Leben“, ist der Spanier überzeugt.

Doch um Weltmeister zu werden, muss Vinales an Suzuki-Pilot Joan Mir vorbeiziehen. Mit sechs Podestplätzen ist Mir der konstanteste Fahrer im Spitzenfeld. Auch ohne Sieg liegt er nun 14 Punkte vorn. „Man sieht, welche Ergebnisse Mir erzielt. Er gewinnt nicht, weil er seht weit hinten startet“, erkennt Vinales.

„Wir haben nicht die richtige Armee, um gegen Suzuki zu kämpfen“, ist Vinales überzeugt. „Es scheint, als ob sie schneller in die Kurven einbiegen, höhere Kurvengeschwindigkeiten fahren und weniger Meter in den Kurven fahren können. All das kann man nicht kompensieren, indem man eher ans Gas geht.“

Findet Yamaha in Valencia zu alter Stärke?
„Wir haben einige Ideen, aber es wird schwierig, das Motorrad zu verbessern. Seit dem Malaysia-Test konnten wir nichts verbessern. Wir werden uns nicht verbessern“; befürchtet Vinales und nennt die Strategie für die ausstehenden Rennen: „Wenn das Motorrad gut funktioniert, dann wird es gut. Wenn es nicht gut funktioniert, dann werden wir versuchen, es zu überstehen und das bestmögliche Ergebnis zu holen.“

„Wenn unser Motorrad am Freitag gut ist, dann können wir gewinnen. Doch wenn das nicht so ist, dann können wir es nicht zum arbeiten bringen“, wundert sich der Yamaha-Werkspilot. „Wir sind diejenigen, die im Laufe der Rennen Positionen verlieren.“

„Ich habe immer gesagt, dass die Yamaha das beste Motorrad ist, wenn die Haftung gut ist. Bei wenig Grip ist es unmöglich, das Motorrad zu fahren. Da kann man machen, was man will. Ich änderte die Leistung, die Motorbremse, die Traktionskontrolle und fuhr sanft, aggressiv und unternahm alles. Die Rundenzeiten waren aber gleich“, ärgert sich Vinales.

„Es ist unmöglich mit dem jetzigen Motorrad. Suzuki befindet sich auf einem anderen Level. Wir können nichts ausrichten“, kommentiert Vinales. „Wir müssen beten, dass wir in Valencia ein perfektes Motorrad haben, den perfekten Start hinbekommen, vorne liegen und zusehen, dass wir die Position nicht verlieren.“

Text von von Sebastian Fränzschky

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