Alex de Angelis, Stefan Bradl - © Honda

© Honda – Der Sonntag endete für Stefan Bradl schon früh mit einem Sturz

„Schade und es tut mir auch leid für das Team, dass ich im zweiten Rennen wegen dieses dummen Sturzes ein gutes Ergebnis verspielt habe“, seufzt Stefan Bradl nach dem zweiten Superbike-Rennen in Thailand. „Das hätte wirklich nicht passieren dürfen, ich habe wohl um den Deut zu viel gepusht.“ Nach der Rennunterbrechung wegen des Sturzes von Lorenzo Savadori kam Bradl beim Restart gut weg und war nach der ersten Runde Zehnter.

Anschließend überholte er Alex de Angelis und war direkt hinter Chaz Davies und seinem Honda-Teamkollegen Nicky Hayden. Am Ende der fünften Runde rutschte Bradl in der Zielkurve aus, wo wegen des von Savadori versprühten Öls Bindemittel aufgetragen war. „Ich wollte unbedingt an Chaz dranbleiben, der mich kurz zuvor überholt hat. Zu besagtem Zeitpunkt war ich in Kurve zwölf ein bisschen zu spät auf der Bremse und habe dabei diese Bodenwelle übersehen, die mir schon das gesamte Wochenende unangenehm aufgefallen war“, ärgert sich Bradl über seinen Fehler.

Weiterfahren war nach dem Ausrutscher nicht möglich. Enttäuscht machte er sich auf den Weg zurück an die Box. „Zu dumm, dass ich es etwas zu sehr übertrieben habe. Es wäre heute tatsächlich ein starkes Resultat mit einer guten Punkteanzahl möglich gewesen“, ist Bradl aufgrund der zahlreichen Ausfälle und Probleme überzeugt. Somit waren die sechs WM-Punkte für Platz zehn im ersten Rennen am Samstag die einzige zählbare Ausbeute.

Für das nächste Rennen am ersten April-Wochenende in Spanien soll es ein größeres Elektronik-Update geben. Bradl hofft, dass die Honda dann besser fahrbar ist. „Es gilt wieder nach vorne zu schauen und mit hoher Gespanntheit nach Aragon zu gehen. Dort wird es hoffentlich die nächsten Updates geben, damit wir das Gesamtpaket weiter verbessern und unsere Honda Fireblade einfach schneller machen.“

„Nach Australien bis zu dieser WM-Runde hier in Thailand ist uns bereits ein Schritt gelungen, der uns in die Top 10 gebracht hat. Aber die Erwartungen sind viel höher und wir wollen selbstverständlich noch weiter nach vor. Bis Aragon ist nun eine etwas längere Pause, die wir hoffentlich gut nutzen werden, um einfach Schritt für Schritt mehr zu bewältigen.“

Text von Gerald Dirnbeck

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