Jorge Lorenzo - © Michelin

© Michelin – Jorge Lorenzo soll zehn Jahre nach Casey Stoner für Ducati die WM gewinnen

Lediglich 0,189 Sekunden trennten Ducati-Neuzugang Jorge Lorenzo beim Katar-Test von der Bestzeit. Bei keinem der bisherigen Wintertests war Lorenzo näher an der Spitze dran.

Beim Saisonauftakt zählt der Weltmeister von 2010, 2012 und 2015 zu den großen Favoriten – der Losail International Circuit liegt dem Spanier und der Desmosedici. Gespannt sein darf man, wie es nach dem Katar-Rennen weitergeht.

Bei Ducati ist man optimistisch und hofft, bei allen Rennen um Siege kämpfen zu können. „Dass wir Jorge für diese und nächste Saison gewinnen konnten, ist ein großer Schritt für Ducati. Wir glauben, dass es der richtige Moment war, um einen der talentiertesten Fahrer zu engagieren. Es schürt natürlich auch Erwatungen, wenn du einen fünffachen Weltmeister im Team hast. Unser Ziel ist es, in jedem Rennen um den Sieg zu kämpfen und so viele Rennen wie möglich zu gewinnen“, kommentiert Ducati-Sportdirektor Paolo Ciabatti.

„Die Weltmeisterschaft wird in diesem Jahr nicht einfach werden, aber wir werden alles geben“, verspricht der Ducati-Manager, der die kleinen Rückschläge der Tests in Sepang und auf Phillip Island nicht kleinreden möchte: „Während der Tests hatten wir ein paar Probleme. Aber letztendlich erhielten wir gute Feedbacks. Die Atmosphäre stimmt. Jorge ist voll integriert, er und sein Crewchief arbeiten perfekt zusammen. Insgesamt glaube ich, dass wir ein sehr starkes Team haben mit Jorge und Dovizioso“, analysiert Ciabatti.

Der Wechsel von Yamaha zu Ducati dürfte für Lorenzo die größte Herausforderung seiner Karriere sein. „Die Ducati hat ihre eigene Charakteristik, das gilt für jedes Motorrad. Sie unterscheidet sich sehr stark von dem Motorrad, das Jorge in seiner bisherigen MotoGP-Karriere gefahren ist. Aber er lernt an jedem Tag auf der Strecke dazu und wir optimieren das Bike auf seinen Fahrstil hin. Beide Seiten müssen sich anpassen, um das Bestmögliche herauszuholen“, bemerkt Ciabatti.

„Er bringt viel Talent und Erfahrungen mit, arbeitet ausgesprochen präzise. Er ist sehr detailverliebt und gibt uns gutes Feedback“, lobt der Ducati-Sportdirektor, der Lorenzo vor dem Start der neuen Saison unter Druck setzt: „Wir sind überzeugt, dass wir mit ihm tolle Resultate erzielen können. Die Kombination passt, auch wenn es am Anfang vielleicht noch etwas Zeit braucht, um sich einzuspielen.“

„Wir setzen uns selbst unter Druck“, stellt Ciabatti klar und begründet: „Wer die Weltmeisterschaft schon einmal gewonnen, will das natürlich wiederholen. Vor zehn Jahren ist Ducati das mit Casey Stoner gelungen. Wir denken, es ist Zeit, wieder darum zu kämpfen. Mit Jorge im Team sind die Erwartungen hoch – bei den Fans und den Medien. Aber das ist positiver Druck.“

„Wir haben einen Weltmeister zu uns geholt, weil wir den Titel gewinnen wollen. Es gibt keine Entschuldigung: Wenn es nicht klappt, ist das eine Niederlage. Wir wollen in jedem Rennen um das Podium kämpfen und Herausforderer um den Titel sein“, so Ciabatti. Teamkollege Dovizioso dürfte für Lorenzo das erste Ziel sein. Der Italiener landete bei allen drei Vorsaisontests vor Lorenzo. In Katar verlor „Dovi“ nur 71 Tausendstelsekunden auf die Bestzeit und dürfte nach den guten Ergebnissen in den vergangenen Jahren – 2015 und 2016 wurde er in Katar Zweiter – ein heißer Kandidat für den Sieg sein.

Text von Sebastian Fränzschky

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