Maverick Vinales - © GP-Fever.de

© GP-Fever.de – Maverick Vinales ist vom
neuen Yamaha-Motor begeistert

Motorsport-Total.com) – Der erste Testtag in Valencia wurde durch einsetzenden Regen verkürzt. Sowohl zu Beginn als auch am Ende waren die Bedingungen schlecht.

Dennoch konnten die Fahrer vor und nach der Mittagspause ordentliche Rundenzeiten fahren und Erfahrungen mit ihren 2019er-Maschinen machen. Yamaha-Pilot Maverick Vinales schob sich nach der Mittagspause an die Spitze. Der Spanier umrundete den Kurs in 1:31.416 Minuten und war 0,302 Sekunden schneller als Weltmeister Marc Marquez (Honda).

Nach dem vorzeitigen Ende des Tests atmete Vinales auf und schwärmte vom 2019er-Motor. „Ich bin froh. Endlich wurde die Richtung entwickelt, die ich für richtig halte. Als ich mit dem neuen Motor fuhr, gelangen mir sofort gute Rundenzeiten. Ich bin so begeistert“, bemerkt Vinales im Gespräch mit ‚MotoGP.com‘.

„Wir müssen aber noch ein paar Sachen verbessern. Bei den zehn Runden, die ich fahren konnte, baute ich ein gutes Gefühl auf. Mein Feedback war also richtig gut. Ich bin so froh, dass Yamaha so gut arbeitet. Wir müssen noch ein paar Motoren testen, doch ich fühle mich schon sehr gut auf dem Motorrad“, so Vinales. Der Spanier drehte insgesamt 39 Runden.

Honda: Jorge Lorenzo 18., Marquez mit drei RC213Vs
Teamkollege Valentino Rossi kam am Dienstag auf 40 Umläufe und folgte hinter Marquez auf Position drei. Zur Testbestzeit von Vinales fehlten Rossi 0,429 Sekunden. Wie im Vorjahr drehte Rossi seine Runden mit dem speziellen Testwinter-Helmdesign.

Bei Honda stand Jorge Lorenzos Debüt mit der RC213V im Fokus. Der Spanier konnte am Dienstag 30 Runden mit der Honda drehen und landete schlussendlich auf Position 18. Auf Vinales‘ Zeit fehlten der Nummer 99 etwas mehr als eineinhalb Sekunden.

Marquez präsentierte sich nach den Stürzen im Qualifying und Rennen in starker Form, gab sich aber mit 25 Runden zufrieden. Der Spanier hatte drei verschiedene Maschinen in seiner Box: die RC213V der Saison 2018 und zwei 2019er-Bikes mit unlackierten Verkleidungen. Es soll sich um den Prototyp handeln, der bereits in Brünn zum Einsatz kam. Zudem hat HRC eine komplett neue Maschine aufgebaut.

Ducati: Dovizioso verzichtet auf Test der 2019er-Maschine
Beim Thema Lenkungsdämpfer waren die japanischen Ingenieure kreativ und entwickelten eine elektronische Lösung, zu der es bisher keine weiteren Details gibt. Abgerundet wurde der positive Testtag aus Sicht von Honda durch Platz fünf von LCR-Ersatzpilot Stefan Bradl, der nur sechs Zehntelsekunden langsamer war als Vinales.

Vizeweltmeister Andrea Dovizioso (Ducati) beendete den Testtag auf der vierten Position. Er verzichtete im Gegensatz zu Danilo Petrucci auf einen Test der 2019er-Maschine. „Es ist immer wichtig, richtige Vergleiche anzustellen, um die kleinen Details zu verstehen“, bemerkt Dovizioso, der am Mittwoch auf die neue Ducati steigen möchte, sofern es die Bedingungen erlauben.

Für Jack Miller (Pramac) verlief der erste Testtag mit der neuen Ducati nicht nach Plan. Der Australier musste zeitig aufgeben, da die Technik streikte. Er konnte nur 19 Runden drehen. „Das neue Motorrad fühlt sich fantastisch an“, schwärmt Miller. Besonders beeindruckt ist er von den sanften Schaltvorgängen des Getriebes. Und auch Ducati-Testpilot Michele Pirro musste vorzeitig zusammenpacken. Der Italiener stürzte in Kurve 6, blieb dabei aber unverletzt.

Francesco Bagnaia mit starkem Debüt

Ein erfreuliches Signal ging von Rookie Francesco Bagnaia (Pramac-Ducati) aus. Der Moto2-Weltmeister fuhr kurz vor dem Regen schnelle Rundenzeiten und war auf Kurs zu einem Top-5-Finish. Schlussendlich landete der Italiener auf der elften Position. Er verlor weniger als eine Sekunde auf die Bestzeit. Joan Mir (Suzuki) war als 15. zweitbester Rookie. Fabio Quartararo (Petronas-Yamaha) landete auf Position 24, Miguel Oliveira (Tech-3-KTM) wurde als 25. gewertet.

Erfreulich war das Abschneiden von Franco Morbidelli, der beim ersten Trainingstag mit der Yamaha M1 auf der sechsten Position landete. Der Italiener fuhr mit der 2018er-Yamaha. Das 2019er-Modell erhält Morbidelli beim Test in Sepang.

Die Testzeiten aus Valencia (Dienstag):

1. Maverick Vinales (Yamaha) – 1:31.416 Minuten
2. Marc Marquez (Honda) +0,302 Sekunden
3. Valentino Rossi (Yamaha) +0,429
4. Andrea Dovizioso (Ducati) +0,430
5. Stefan Bradl (LCR-Honda) +0,599
6. Franco Morbidelli (Petronas-Yamaha) +0,669
7. Aleix Espargaro (Aprilia) +0,679
8. Danilo Petrucci (Ducati) +0,684
9. Pol Espargaro (KTM) +0,763
10. Michele Pirro (Ducati) +0,804
11. Francesco Bagnaia (Pramac-Ducati) +0,980
12. Alex Rins (Suzuki) +0,986
13. Takaaki Nakagami (LCR-Honda) +1,123
14. Jack Miller (Pramac-Ducati) +1,139
15. Joan Mir (Suzuki) +1,371
16. Tito Rabat (Avintia-Ducati) +1,418
17. Johann Zarco (KTM) +1,419
18. Jorge Lorenzo (Honda) +1,543
19. Andrea Iannone (Aprilia) +1,875
20. Karel Abraham (Avintia-Ducati) +1,885
21. Bradley Smith (Aprilia) +2,293
22. Jonas Folger (Yamaha) +2,394
23. Fabio Quartararo (Petronas-Yamaha) +2,434
24. Hafizh Syahrin (Tech-3-KTM) +2,817
25. Miguel Oliveira (Tech-3-KTM) +3,702

Text von Sebastian Fränzschky

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