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© GP-Fever.de – Jorge Lorenzo war an diesem Wochenende in Valencia nicht zu schlagen

Jorge Lorenzo verabschiedet sich mit einem Sieg von Yamaha. Der Spanier, der nach neun Jahren bei den Japanern zur Saison 2017 zu Ducati wechselt, legte beim MotoGP-Saisonfinale in Valencia einen klassischen Start-Ziel-Sieg hin.

Der Spanier, der bereits im Qualifying in einer eigenen Welt unterwegs gewesen war, setzte seine Pole-Position perfekt um und sicherte sich damit seinen ersten Sieg seit Mugello im Mai. Es war sein 44. und letzter Erfolg für Yamaha in der Königsklasse.

„Ich bin sehr glücklich. Jetzt kann ich ruhig schlafen gehen, denn das ist das perfekte Ende nach neun Jahren bei Yamaha“, freut sich Lorenzo, der mit Yamaha zum Abschied sogar noch einen Titel feiern kann. Die Japaner sicherten sich die Team-WM, während Honda den Konstrukteurstitel einfuhr. „Es ist alles sehr emotional“, erklärt der Spanier, der für Yamaha neben 44 Siegen auch drei Titel in der Fahrer-WM holte.

„Vor dem Rennen hatte ich nicht erwartet, gewinnen zu können, denn ich wusste, dass Marquez sehr stark sein würde. Aber zum Glück konnte ich zu Beginn die Lücke aufmachen und sie über die Distanz retten. Die letzten zehn Runden hatte ich ziemlich zu kämpfen. Ich wusste, dass Marquez attackieren würde. Ich habe alle gegeben. Das ist mein letztes Geschenk an Yamaha. Wir werden ordentlich feiern“, lacht der Spanier.

Gelungener Abschied auch für Iannone
Der zweite Platz ging an Marc Marquez (Honda), der zwar von Rang zwei ins Rennen ging, allerdings einen katastrophalen Start erwischte. Es dauerte bis zur zweiten Rennhälfte, ehe sich der Spanier wieder auf Platz zwei nach vorne gekämpft hatte. Zu diesem Zeitpunkt war Lorenzo bereits um rund fünf Sekunden enteilt und das Rennen damit gelaufen. „Das größte Problem im Rennen war der Start. Da hatte ich Probleme mit der Kupplung und habe jede Menge Position verloren“, erklärt Marquez.

„Dann war es schwer, die anderen zu überholen. In der Beschleunigung habe ich viel verloren, auf der Bremse war ich am Limit. Aber ich bin ruhig geblieben und als sich die Gelegenheit geboten hat, habe ich sie ergriffen. Vielleicht hätte ich noch zwei Runden gebraucht, aber Jorge hat ein unglaubliches Rennen gezeigt. Wir sind glücklich mit dem Podium. Es ist wichtig, die Saison mit einem guten Ergebnis zu beenden“, weiß der neue Weltmeister.

Der letzte Platz auf dem Podium ging etwas überraschend an Andrea Iannone (Ducati). „Dieses Rennen war für mich sehr schwer. Ich hatte große Schmerzen. Nach 16 Runden dachte ich, es geht nicht mehr“, berichtet der noch immer angeschlagene Italiener, für den es das letzte Rennen für Ducati vor seinem Wechsel zu Suzuki war. Durch seinen Podestplatz konnte er Hector Barbera (Avintia-Ducati) noch von WM-Rang neun verdrängen. Außerdem verdrängte Ducati Suzuki in der Team-WM noch von Platz drei.

Rossi verpasst das Podium knapp
Valentino Rossi (Yamaha) lieferte sich bis zum Schluss einen engen Kampf mit seinem Kumpel Iannone, musste sich letztendlich allerdings knapp geschlagen geben. Maverick Vinales kam bei seinem letzten Rennen für Suzuki hinter dem italienischen Duo ins Ziel. Der Spanier wechselt im kommenden Jahr zu Yamaha und beendet die Saison hinter Marquez, Rossi und Lorenzo auf WM-Platz vier.

Pol Espargaro (Tech-3-Yamaha) konnte sich im Kampf um Platz sechs gegen Andrea Dovizioso (Ducati) durchsetzen. Dahinter komplettierten Aleix Espargaro (Suzuki), Bradley Smith (Tech-3-Yamaha) und Alvaro Bautista (Aprilia) die Top 10. Für alle drei Piloten war es ebenfalls das letzte Rennen für ihren jeweiligen Arbeitgeber. Stefan Bradl (Aprilia) kam bei seinem letzten MotoGP-Rennen überhaupt auf Platz 13. Er wechselt 2017 in die Superbike-Weltmeisterschaft (WSBK).

Kein gelungenes Comeback für KTM: Mika Kallio musste bei seinem Wildcard-Einsatz mit Elektronikproblemen vorzeitig aufgeben. Auch Cal Crutchlow (LCR-Honda), Dani Pedrosa (Honda) und Yonny Hernandez (Aspar-Ducati) sahen die Zielflagge beim Saisonfinale nicht. Alle drei stürzten und gingen damit leer aus. Crutchlow sicherte sich mit 141 Punkten trotzdem den Titel des besten Privatfahrers 2016.

Ergebnisse Rennen der MotoGP Valencia 2016 (Spanien)

1 25 99 Jorge LORENZO SPA Movistar Yamaha MotoGP YAMAHA 45’54.228 157.0
2 20 93 Marc MARQUEZ SPA Repsol Honda Team HONDA 45’55.413 156.9 1.185
3 16 29 Andrea IANNONE ITA Ducati Team DUCATI 46’00.831 156.6 6.603
4 13 46 Valentino ROSSI ITA Movistar Yamaha MotoGP YAMAHA 46’01.896 156.6 7.668
5 11 25 Maverick VIÑALES SPA Team SUZUKI ECSTAR SUZUKI 46’04.838 156.4 10.610
6 10 44 Pol ESPARGARO SPA Monster Yamaha Tech 3 YAMAHA 46’12.606 156.0 18.378
7 9 4 Andrea DOVIZIOSO ITA Ducati Team DUCATI 46’12.645 156.0 18.417
8 8 41 Aleix ESPARGARO SPA Team SUZUKI ECSTAR SUZUKI 46’12.906 155.9 18.678
9 7 38 Bradley SMITH GBR Monster Yamaha Tech 3 YAMAHA 46’20.221 155.5 25.993
10 6 19 Alvaro BAUTISTA SPA Aprilia Racing Team Gresini APRILIA 46’29.293 155.0 35.065
11 5 8 Hector BARBERA SPA Avintia Racing DUCATI 46’30.653 154.9 36.425
12 4 9 Danilo PETRUCCI ITA OCTO Pramac Yakhnich DUCATI 46’36.643 154.6 42.415
13 3 6 Stefan BRADL GER Aprilia Racing Team Gresini APRILIA 46’44.051 154.2 49.823
14 2 45 Scott REDDING GBR OCTO Pramac Yakhnich DUCATI 46’46.263 154.1 52.035
15 1 43 Jack MILLER AUS Estrella Galicia 0,0 Marc VDS HONDA 46’49.853 153.9 55.625
16 50 Eugene LAVERTY IRL Pull & Bear Aspar Team DUCATI 46’52.482 153.7 58.254
17 53 Tito RABAT SPA Estrella Galicia 0,0 Marc VDS HONDA 46’52.783 153.7 58.555
18 76 Loris BAZ FRA Avintia Racing DUCATI 47’00.392 153.3 1’06.164

Text von Ruben Zimmermann

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