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© GP-Fever.de – Maverick Vinales konnte seine WM-Führung in Mugello halten

Er sah fast wie der sichere Sieger in Mugello aus, doch dann musste er sich der Ducati-Power geschlagen geben: WM-Leader Maverick Vinales sichert sich in Italien den soliden zweiten Platz und baut seine WM-Führung damit weiter aus. Der Spanier konnte sich nach seinem heftigen Sturz am Freitag wieder erholen und Selbstvertrauen für sein Heimrennen in Barcelona schöpfen.

„Ich bin sehr glücklich darüber, Zweiter zu sein. Das Wochenende war nämlich echt schwierig. Beim Crash am Freitag hatte ich sehr viel Glück, dass mir nichts passiert ist“, weiß der 22-Jährige. Vinales ging in Kurve 9 heftig zu Boden. „Ich versuche solche Fehler wie am Freitag nicht zu wiederholen. Ich hatte viel Glück. Als ich an die Box zurückkam, sah der Arm echt schlecht aus“, gesteht er. „Sie wollten mich gar nicht mehr auf die Strecke lassen, weil es so ausgesehen hatte, als würde der Knochen herausstehen. Es war aber zum Glück nur der Muskel“, kann Vinales am Sonntag darüber lachen.

Schon im Qualifying schlug der Mann mit der Startnummer 25 zurück. Er sicherte sich ganz knapp vor Teamkollege Valentino Rossi die Pole-Position. Alles war angerichtet für den vierten Saisonerfolg. „Heute habe ich versucht zu puschen, aber Dovi war so stark. Er hat sein Bestes gegeben.“ Vinales konnte sich in Runde vier an die Spitze setzen und diese bis Runde 13 behalten, doch Andrea Dovizioso war nicht zu halten.

„Ich bereite mich immer auf die letzten sechs oder sieben Runden vor, um noch einmal zu pushen. Heute dachte ich aber mehr an die Meisterschaft. Heute waren die 20 Punkte wichtiger als die 25 Zähler“, gibt der Yamaha-Neuling zu. Denn weder Rossi, noch Marc Marquez oder Dani Pedrosa konnten viele Punkte abstauben. Erstaunlich war die Stärke der Desmosedici im Renntrimm. Ducati profitierte vor allem von der Topspeed-Stärke des Bikes und konnte Yamaha dadurch auf Abstand halten.

„In Le Mans hatte die Strecke viel Grip, daher hat die Yamaha dort sehr gut funktioniert. Hier hatten wir etwas mehr Probleme, haben das Bike aber modifiziert. Wir konnten viel Grip aufbauen“, erklärt Vinales. Allerdings hat auch er keine klare Antwort darauf, warum sich das Kräfteverhältnis von Rennen zu Rennen so sehr verschieben kann. „In Jerez war es fast unmöglich, schnell zu sein. Hier war es im Gegensatz dazu echt gut.“ Er bemerkt jedoch, dass die richtige Reifenwahl auch ausschlaggebend sein könnte. Während Dovizioso mit Medium-Medium gefahren ist, war Vinales mit dem harten Reifen unterwegs.

Mit Blick auf die WM-Wertung, die er nun 26 Zähler vor Dovizioso und 30 vor Rossi anführt, muss sich der Spanier auch eingestehen: „Natürlich will ich immer mein Bestes geben, auch bei schwierigen Bedingungen. Ich will immer ganz oben auf dem Bildschirm stehen. Manchmal können wir aber nicht hundert Prozent geben. Ich bin zwar nicht oft gecrasht bisher, aber wenn, dann sind die ziemlich heftig gewesen. Ich werde versuchen, clever zu sein.“ Er möchte bei jedem Rennen aufs Podium fahren. In Austin hat er sich bereits einen Ausfall geleistet.

Die nächste Gelegenheit dazu hat Vinales in Barcelona. „Das ist eine sehr spezielle Strecke. Sie kommt meinem Fahrstil entgegen“, weiß er. Der Werkspilot spricht davon, dass Yamaha derzeit auf einem guten Level unterwegs sei und viele Set-ups für die M1 zur Verfügung stehen – gute Voraussetzungen für Spanien. „Ich mag Montmelo sehr gerne und war dort schon sehr erfolgreich. Ich konnte schon mehrere Podien einfahren und die Unterstützung der Fans gibt mir noch zusätzliche Motivation. Ich fühle nicht mehr Druck, sondern mehr Motivation.“

Ergebniss MotoGP 2017 Mugello

1 25 4 Andrea DOVIZIOSO ITA Ducati Team DUCATI 41’32.126 174.2
2 20 25 Maverick VIÑALES SPA Movistar Yamaha MotoGP YAMAHA 41’33.407 174.1 1.281
3 16 9 Danilo PETRUCCI ITA OCTO Pramac Racing DUCATI 41’34.460 174.1 2.334
4 13 46 Valentino ROSSI ITA Movistar Yamaha MotoGP YAMAHA 41’35.811 174.0 3.685
5 11 19 Alvaro BAUTISTA SPA Pull&Bear Aspar Team DUCATI 41’37.928 173.8 5.802
6 10 93 Marc MARQUEZ SPA Repsol Honda Team HONDA 41’38.011 173.8 5.885
7 9 5 Johann ZARCO FRA Monster Yamaha Tech 3 YAMAHA 41’45.331 173.3 13.205
8 8 99 Jorge LORENZO SPA Ducati Team DUCATI 41’46.519 173.2 14.393
9 7 51 Michele PIRRO ITA Ducati Team DUCATI 41’47.006 173.2 14.880
10 6 29 Andrea IANNONE ITA Team SUZUKI ECSTAR SUZUKI 41’47.628 173.1 15.502
11 5 53 Tito RABAT SPA EG 0,0 Marc VDS HONDA 41’54.130 172.7 22.004
12 4 45 Scott REDDING GBR OCTO Pramac Racing DUCATI 41’57.078 172.5 24.952
13 3 94 Jonas FOLGER GER Monster Yamaha Tech 3 YAMAHA 42’00.286 172.3 28.160
14 2 8 Hector BARBERA SPA Reale Avintia Racing DUCATI 42’02.802 172.1 30.676
15 1 43 Jack MILLER AUS EG 0,0 Marc VDS HONDA 42’02.905 172.1 30.779
16 17 Karel ABRAHAM CZE Pull&Bear Aspar Team DUCATI 42’14.432 171.3 42.306
17 50 Sylvain GUINTOLI FRA Team SUZUKI ECSTAR SUZUKI 42’18.420 171.0 46.294
18 76 Loris BAZ FRA Reale Avintia Racing DUCATI 42’22.857 170.7 50.731
19 22 Sam LOWES GBR Aprilia Racing Team Gresini APRILIA 42’22.866 170.7 50.740
20 38 Bradley SMITH GBR Red Bull KTM Factory Racing KTM 42’23.023 170.7 50.897
Not Classified
35 Cal CRUTCHLOW GBR LCR Honda HONDA 39’58.963 173.1 1 lap
26 Dani PEDROSA SPA Repsol Honda Team HONDA 39’59.353 173.1 1 lap
41 Aleix ESPARGARO SPA Aprilia Racing Team Gresini APRILIA 27’58.615 168.7 8 laps
44 Pol ESPARGARO SPA Red Bull KTM Factory Racing KTM 23’52.621 171.3 10 laps

Text von Maria Reyer

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