Jonathan Rea - © Repsol

© Repsol – MotoGP 2012: Jonathan Rea auf der Werks-Honda von Casey Stoner

(Motorsport-Total.com) – Jonathan Rea dominiert die Superbike-WM seit der Saison 2015.

Mittlerweile ist Rea ein fünfmaliger Weltmeister und führt die wichtigsten Statistiken in der WSBK teilweise deutlich an. An der MotoGP zeigt Rea kein Interesse mehr. Vor einigen Jahren liebäugelte der Brite mit einem Wechsel, erhielt aber kein Angebot, das ihn reizte.

Laut GP-Legende Wayne Rainey ist es „schrecklich“, dass Rea nicht in der MotoGP fährt. Im exklusiven Video-Jahresrückblick spricht Rainey über den Superbike-Rekord-Weltmeister: „Er könnte der beste Brite in der MotoGP sein. Er fährt schon sehr lange und hatte zu Beginn mit seiner Karriere zu kämpfen, weil er mit einem Motorrad fuhr, das nicht konkurrenzfähig war. Das hat ihn stark gemacht.“

Rainey erinnert sich an die beiden Gaststarts für das HRC-Team in der MotoGP-Saison 2012: „Er fuhr bei einigen Rennen für das Honda-MotoGP-Team und schlug sich sehr gut. Wenn jetzt ein Fahrer aus der Superbike-WM diese Ergebnisse erzielt, dann würde man ihn sofort verpflichten.“

„Ich kann mir nicht erklären, warum dieser Kerl nicht im MotoGP-Fahrerlager ist. Er sollte dort fahren“, betont Rainey, der auch Kawasaki gern in der MotoGP sehen würde: „Die Kawasaki ist in der Superbike-WM mit Jonathan Rea eine Waffe. Es ist eine Kombination, die nur schwer zu besiegen ist.“

ServusTV-Experte Alex Hofmann kennt Kawasaki von seiner aktiven Zeit in der MotoGP. Auch Hofmann bedauert, dass weder Rea noch Kawasaki Interesse zeigen, in die MotoGP aufzusteigen: „Wie schön wäre es den grünen Farbtupfer zurück zu haben und ein Kaliber wie Jonathan Rea dort zu haben.“

„Kawasaki als Werk und Jonathan Rea als Fahrer fühlen sich sehr wohl dort, wo sie sind. Ich kann beide Parteien verstehen“, bemerkt Hofmann im Gespräch mit ‚Motorsport-Total.com‘. Kawasaki weiß, dass sie mit dem vorhandenen Budget und der vorhandenen Manpower Weltmeister werden können. Sie verkaufen das Motorrad und wollen dafür Werbung machen. Das passt super.“

„Ich kann auch Jonathan Rea verstehen, der als Familienvater sich die Frage stellt, warum er für kleineres Geld in die MotoGP wechseln sollte, um dort mehr Rennen zu fahren und nicht den Erfolg zu haben, den er sich wünscht, wenn er hier noch zwei oder drei Jahre der Chef im Ring sein kann und davon sehr gut leben kann“, so Hofmann.

Text von Sebastian Fränzschky, Co-Autor: Gerald Dirnbeck

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