Im vergangenen Jahr hat erstmals seit 2015 ein anderer Pilot als Marc Márquez die MotoGP Weltmeisterschaft gewonnen. Am Ende einer außergewöhnlichen Saison gewann Joan Mir zum ersten Mal in seiner Karriere den wichtigsten Titel im Motorad-Rennsport. Doch nicht nur Serienmeister Marquéz will in der kommenden Saison zurückschlagen. Ende März beginnt die MotoGP-Saison 2021. Wir schauen, was sich bei den Teams getan hat und geben eine Einschätzung zu den Favoriten ab. Eines scheint sicher, die WM ist in diesem Jahr so offen, wie lange nicht mehr.

Alles neu in der MotoGP

Die vergangene Saison war äußerst spannend. Titelverteidiger Marc Márquez stürzte gleich im ersten Rennen und musste den Rest der Saison zuschauen. Gleich neun unterschiedliche Grand-Prix-Sieger in einer Rennzeit gab es außerdem schon lange nicht mehr. Vor der Saison 2021 hat es natürlich auch wieder einige Wechsel innerhalb des Fahrerlagers gegeben. Unter anderem räumte Valentino Rossi seinen Platz nach einer äußerst erfolgreichen Zeit bei Yamaha für den aufstrebenden Fabio Quartararo. Dafür tritt der Altmeister 2021 für Petronas an. Auch bei den anderen Teams hat sich einiges getan.

Alles blickt auf Marc Márquez

Die große Frage vor dem Saisonstart 2021 ist natürlich, ob Marc Márquez rechtzeitig zurück ist und in welcher Form sich Rekordweltmeister nach seiner Verletzung befinden wird. Gleich drei Operationen musste der Honda-Star über sich ergehen lassen. Auch wenn Márquez eines der größten Talente seiner Generation ist und er eine Menge Erfahrung mitbringt, bleibt abzuwarten, ob und wie sich die fehlende Rennpraxis einer ganzen Saison bemerkbar macht. Honda wird dem Spanier auf jeden Fall wieder eine wettbewerbsfähige Maschine bereitstellen. Noch während seiner Verletzungsphase verlängerte der Serienweltmeister mit dem japanischen Hersteller. Neuer Teamkollege wird Pol Espargaró.

Kann Joan Mir seinen Erfolg wiederholen?

In einer verrückten Saison mit neun verschiedenen Grand-Prix-Siegern zahlte sich Beständigkeit am Ende aus. In seinem erst fünften Jahr in der Königsklasse des Motorrad-Rennsports krönte sich Joan Mir zum Weltmeister. Nur einmal, beim Großen Preis von Europa, beendete er das Rennen als Erster. Dennoch war er derjenige, der am Ende der Saison in der Gesamtwertung ganz oben stand. Sein Rennstall Suzuki will mit Kontinuität natürlich weiter an der Spitze bleiben. Sowohl Weltmeister Mir als auch sein Teamkollege Alex Rins haben noch bis Ende der Saison 2022 Vertrag.

Was passiert bei Ducati?

Bereits während der Saison wurde bekannt, dass Andrea Dovizioso und Ducati nach acht Jahren getrennte Wege gehen werden. Während die gemeinsame Zusammenarbeit von Erfolgen wie dem Gewinn der Weltmeisterschaft geprägt waren, lief die Trennung weniger harmonisch ab. Nach den geplatzten Vertragsverlängerungen gerieten Interna an die Öffentlichkeit, die tiefe Zerwürfnisse offenbarten. Dafür wird Ducati 2021 mit Jack Miller und Bagnaia im Pramac-Team an den Start gehen. Danilo Petrucci verlässt den italienischen Rennstall ebenfalls und schließt sich KTM an. Wie es für Divizioso weitergeht ist indes nicht klar. Angeblich könne sich der ehemalige Weltmeister ein Sabbath-Jahr vorstellen. Vielleicht steigt er auch ganz vom Motorrad und versucht sich in anderen Bereichen des Motorsports. Das Daytona 500, bei dem Denny Hamlin laut Betway mit einer Wettquote von 9,00 in diesem Jahr der Topfavorit ist, gehört beispielsweise zu den bedeutendsten Veranstaltungen im Motorsport (Stand: 21.01.). Auch andere Formel-1- oder Motorrad-Rennfahrer haben bereits den Weg in die NASCAR gefunden. Vielleicht sehen wir Dovizioso aber doch noch einmal auf in der MotoGP.

Übernehmen die jungen Wilden?

Über Jahrzehnte wurde die MotoGP von Valentino Rossi und Marc Márquez dominiert. Auch wenn der Spanier noch lange nicht zum alten Eisen gehört, scharren die „jungen Wilden“ in der Königsklasse des Motorradsports mit den Hufen. Bereits in der vergangenen Saison hat sich mit Joan Mir ein Fahrer der neuen Generation durchgesetzt. Aber auch Fabio Quartararo gehört zu den ganz heißen Namen, wenn es um den Titel geht. Schon in der Vorsaison hatten viele Experten den 21-jährigen Franzosen auf der Rechnung. Drei Siege konnte er letztlich einfahren – war in den entscheidenden Momenten aber auch manchmal zu unerfahren. 2021 wird er für wieder Yamaha an den Start gehen. Nun allerdings nicht mehr für Petronas Yamaha, sondern für das Werksteam der Japaner. Hier soll er in die Fußstapfen von Valentino Rossi treten.

Am Ende ist das jedoch nebensächlich. Ob erfahrener Haudegen oder neues Talent – alle Fahrer müssen ihr Können auf die Strecke bringen. Und das wird auch diese Jahr wieder für jede Menge Spannung auf den Rennstrecken sorgen.

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