Danilo Petrucci - © Motorsport Images

© Motorsport Images – Muss sich Danilo Petrucci schon wieder nach einem neuen Team umsehen?

(Motorsport-Total.com) – Am 25. Juni 2020 verkündete KTM die Verpflichtung von Danilo Petrucci für das Satellitenteam Tech 3.

Knapp ein Jahr später deutet sich an, dass sich die beiden Parteien nach der aktuellen MotoGP-Saison schon wieder trennen werden.

Im Vertrag mit Petrucci behielt sich KTM die Option vor, den Italiener einseitig um ein zweites Jahr bis 2022 zu verlängern – eine Klausel, die nach Informationen der spanischen Ausgabe von ‚Motorsport.com‘ diesen Montag (31. Mai) abgelaufen ist und die Verantwortlichen in Mattighofen nicht gezogen haben.

Das bedeutet, dass Petrucci ab dem 1. Juni frei über seine Zukunft für die nächste Saison kann. Obwohl KTM sich bisher nicht zu seinen Absichten mit dem Fahrer aus Terni geäußert hat, deutet alles darauf hin, dass er nicht über MotoGP-Saisonfinale in Valencia im November hinaus weiter für KTM fahren wird.

(Noch) kein aktuelles Material für das Tech-3-KTM-Duo
Nach den ersten sechs Grands Prix dieser Saison ist Petrucci 14. in der Gesamtwertung. Seine zwei besten Ergebnisse sind ein fünfter Platz im Flag-to-Flag-Rennen von Le Mans und der neunte Platz, den er am Sonntag in Mugello einfuhr. Allerdings sind in diesem Rennen vier Fahrer gestürzt, die vor Petrucci lagen.

Auch Iker Lecuona, der seine zweite Saison bei Tech-3-KTM absolviert, konnte den Erwartungen bisher nicht entsprechen. Sein bestes Ergebnis: Platz neun in Le Mans. Allerdings fahren er und Petrucci auch nicht mit dem aktuellsten Material.

Während die beiden Werkspiloten Miguel Oliveira und Brad Binder am Wochenende ein neues Chassis sowie einen neuen Treibstoff verwendeten und damit deutliche Fortschritte machen konnten, hat das Tech-3-Duo noch keinen Zugang zu diesen Neuerungen. Oliveira wurde in Mugello Zweiter, Binder Fünfter.

KTM schielt auf Gardner und Fernandez in der Moto2
Lecuona monierte: „Ich war schon immer auf diesem Motorrad, es hat sich überhaupt nicht verändert. Ich habe, was ich habe, und damit muss man auskommen. Sie sind sehr schnell und sowohl Danilo als auch ich sind weit hinter ihnen.“

Um die beiden zu ersetzen, hat KTM zwei vielversprechende Talente aus der Moto2 in petto: Remy Gardner und Raul Fernandez, die Teamkollegen von Red Bull KTM Ajo, verbuchten in Mugello einen Doppelsieg und liegen auch in der WM vorn. Gardner führt mit 114 Punkten vor Fernandez mit 108 Zählern.

Die Idee, beide Fahrer 2022 im Tech-3-Team der MotoGP unterzubringen, liegt da nahe. Doch bis zur Sommerpause, nach dem Rennen in Assen, wird KTM wohl nicht warten, um eine endgültige Entscheidung zu treffen – jedoch nicht zu lange, denn auch andere Werke dürften ein Interesse an den Moto2-Überfliegern haben.

Text von Juliane Ziegengeist, Co-Autor: German Garcia Casanova

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