Fabio Quartararo - © Motorsport Images

© Motorsport Images – Schaut sich Fabio Quartararo nach Alternativen um, wenn die Yamaha beim Test nicht überzeugt?

(Motorsport-Total.com) – Ex-MotoGP-Champion Fabio Quartararo ist bei Yamaha alles andere als zufrieden.

Nach seinem WM-Erfolg vor zwei Jahren ging es schrittweise bergab. Im Vorjahr führte Quartararo die Fahrerwertung noch lange Zeit an, doch Konstanz allein reichte nicht aus, um sich gegen Ducati-Pilot Francesco Bagnaia durchzusetzen.

Nach dem Sieg auf dem Sachsenring konnte Quartararo im Vorjahr keinen weiteren Grand Prix gewinnen. Rivale Francesco Bagnaia übernahm nach einer beeindruckenden Serie von vier Siegen in Folge und weiteren Podestplätzen die WM-Führung und später den Titel.

Mit 94 Prozent der Punkte des Weltmeisters war Quartararo in der MotoGP-Saison 2022 noch nah dran. In der abgelaufenen Saison konnte der Yamaha-Werkspilot weniger als 37 Prozent der Punkte des Champions einfahren. Als WM-Zehnter blieb er deutlich hinter den Erwartungen zurück.

Wechsel zu Honda eine gute Alternative für Fabio Quartararo?
Mit Blick auf die auslaufenden Verträge vieler MotoGP-Spitzenfahrer am Ende der Saison 2024 läuft Yamaha Gefahr, seinen Spitzenfahrer an die Konkurrenz zu verlieren. Denkbar wäre, dass Quartararo bei Honda unterkommt. Honda scheint beim RC213V-Projekt gute Ansätze gefunden zu haben.

Der Valencia-Test war für HRC ein voller Erfolg. Von Yamaha kann man das nicht behaupten. Bei der Entwicklung der M1 geht Yamaha nach wie vor sehr konservativ zu Werke und riskiert damit, Quartararo zu verlieren. Sollte beim Sepang-Test im Februar kein Durchbruch gelingen, dann ist eine Fortführung der Zusammenarbeit in Gefahr.

„Alles wird von diesem Test abhängen. Nicht alles, aber vieles“, bemerkt Quartararo. „Wie ich schon sagte, ist es meine Priorität, bei Yamaha zu bleiben. Aber ich möchte ein Projekt mit einem Motorrad haben, das gewinnen kann. Ich möchte zurück in die Spitzengruppe.“

Wiederkehrende Tests des neuen Auspuffs nerven Fabio Quartararo
„Ich habe große Erwartungen, was den Test in Malaysia angeht“, steigert der Franzose den Druck auf Yamaha. Fakt ist, dass die Ingenieure bei Yamaha keine erkennbaren Fortschritte erzielt haben. Die gebrachten Updates kamen bei Quartararo nicht gut an. Der optisch auffällige Auspuff wurde immer wieder getestet, doch Quartararo blieb bei seiner Meinung und entschied sich immer wieder gegen die Neuerung.

„Mein Eindruck ist, dass sie viel mehr Daten benötigen. Sie hören nicht richtig auf mein Gefühl. Das kann ich manchmal verstehen, wenn es um Dinge wie den Auspuff geht. Wir testeten ihn und ich sah darin einen Rückschritt. Man muss ihn dann nicht zwei oder drei weitere Male testen, weil man bereits sehen konnte, dass er nicht funktioniert“, kritisiert Quartararo.

„Wir haben ihnen mitgeteilt, dass es keinen Sinn ergibt, Zeit mit sinnlosen Dingen zu verschwenden. Wenn man etwas testet und es nicht funktioniert, dann sollte man etwas Neues probieren“, stellt der Ex-Champion klar und fügt hinzu: „Ich kann im Laufe eines Grand-Prix-Wochenendes keine Zeit vergeuden, indem ich einen Auspuff teste. Es ist nicht mein Job, das zu tun.“

Text von Sebastian Fränzschky

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