Jonas Folger - © GP-Fever.de

© GP-Fever.de – Yamaha-Pilot Jonas Folger hatte in Katar das Tempo für ein Top-6-Ergebnis

Die beiden MotoGP-Rookies von Tech 3 sorgten beim ersten Rennwochenende der neuen Saison in Katar für einige Überraschungen.

Jonas Folger und Johann Zarco beeindruckten in den Trainings und ließen einige große Namen hinter sich.

Und auch im Rennen setzte sich Tech 3 stark in Szene. Nach dem verzögerten Start preschte Moto2-Weltmeister Zarco an die Spitze und setzte sich leicht vom Feld ab. In Runde sieben endete das Rennen des Franzosen abrupt im Kiesbett.

Teamchef Herve Poncharal konnte seinen Augen nicht trauen, als er die ersten Runden des Rennes mitverfolgte: „Das hätte wohl niemand erwartet – auch ich nicht. Zarco war in der Startaufstellung so ruhig, so konzentriert. Ich wusste wirklich nicht, was ich erwarten konnte, denn es war nicht möglich, mit ihm zu sprechen. Jonas war hingegen sehr emotional. Ich glaube, die Startverzögerung hat ihm nicht geholfen. Er ist nicht so gut gefahren, wie er kann“, erklärt Poncharal im Gespräch mit ‚Eurosport‘.

„Zarcos Start war einfach unglaublich. Er ist nicht nur gut weggekommen, sondern war auch sehr aggressiv, gleichzeitig aber sauber und hat alle überholt. Er hat den Vorsprung dann pro Runde um mehr als eine halbe Sekunde vergrößert. Er war der einzige Fahrer, der unter 1:56 gefahren ist“, lobt Poncharal. „Wir haben ihm auf der Boxentafel angezeigt, dass der Vorsprung auf den Zweiten immer größer wurde und er vielleicht etwas langsamer machen sollte.“

„Als er stürzte, dachten wir zunächst, er hätte zu viel riskiert. Als er zurückkam, hat er aber gesagt: ‚Ich bin gestürzt, weil ich mich entspannt habe. Ich habe mir gesagt, dass ich nicht zu viel riskieren darf.‘ Dabei ist er in Kurve 2 vielleicht zwei Zentimeter von der Ideallinie abgekommen, und das ist ein Killer. Das war sehr positiv, aber richtig schade“, bilanziert der Tech-3-Teamchef.

Teamkollege Folger brachte als Zehnter wichtige Punkte nach Hause, blieb aber etwas hinter den Erwartungen zurück. „Von Jonas Folger hatten wir uns auf der anderen Seite eine Menge erhofft, aber er war wie gesagt seit gestern sehr nervös. Sein einziger Sturz hier hat eine Menge verändert. Man konnte sehen, dass es nicht derselbe Jonas wie bei den Wintertests war“, begründet Poncharal.

„Die Startverzögerung hat ihm auch nicht geholfen, das war vielleicht der schlechteste Start seines Lebens. Er hat sein wahres Potenzial nie gezeigt. Gut ist aber, dass er das Rennen beendet und Punkte gewonnen hat. Hoffentlich hat er beim nächsten Rennen mehr Selbstvertrauen, denn wir wissen, dass er es kann“, berichtet Poncharal und prophezeit gute Ergebnisse: „Er wird in diesem Jahr noch tolle Dinge zeigen.“

Text von Sebastian Fränzschky

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