Jorge Martin - © Motorsport Images

© Motorsport Images – Jorge Martin konnte nach seinem Sturz am Sonntag nicht punkten

(Motorsport-Total.com) – Eigentlich lief für Jorge Martin im MotoGP-Rennen von Indonesien alles wie am Schnürchen.

Schon am Start hatte der Pramac-Ducati-Pillot alle Gegner hinter sich gelassen und seine Führung innerhalb der ersten zwölf Runden auf drei Sekunden ausgebaut. Alles sah nach einem souveränen Sieg aus.

Doch in Kurve 11 der 13. Runde passierte es dann: Martin rutschte übers Vorderrad weg und versenkte seine Rennführung im Kiesbett – und damit auch die Führung in der WM, die er sich erst gestern mit seinem Sieg im Sprint geholt hatte.

„Es lief perfekt. Ich hatte einen tollen Start und habe dann versucht, den Abstand etwas zu vergrößern“, beschreibt Martin seine starke Anfangsphase am Sonntag.“

Schmutz neben der Linie aufgesammelt
„Als ich sah, dass ich 2,8 Sekunden Vorsprung hatte, war ich wirklich überrascht und sagte mir: ‚Ok, es ist Zeit, ruhig zu bleiben.‘ In Kurve 10 kam ich leicht von der Linie ab, und es schien etwas schmutzig zu sein. Als ich dann in Kurve 11 einbog, rutschte das Vorderrad weg, obwohl ich nichts anders machte als die Runde zuvor.“

Aus Sicht von Martin war also der Schmutz auf der Strecke ursächlich für seinen Sturz, nicht etwa die Wahl des weichen Vorderreifens.“Damit habe ich mich sehr gut gefühlt. Das Problem war der Dreck in Kurve 10, der mich stürzen ließ“, erklärt er.

Zum Zeitpunkt des Sturzes habe er trotz seines großen Vorsprungs „immer noch gepusht“, sagt der Pramac-Pilot weiter. „Es waren noch 14 Runden zu fahren, also war ich immer noch darauf konzentriert, schnell zu sein. Ich denke, dass ich bis zu diesem Punkt ein erstaunliches Rennen gefahren bin.“

Fehler musste früher oder später passieren
„Es ist, wie es ist. Es war sicher nicht einfach, die Konzentration zu halten, wenn man mit diesen Sekunden vorne liegt. Aber ich fuhr in einem sicheren Modus, sagen wir mal so.“

Dass ihm ein solcher Sturz im Rennen passiert, „war früher oder später absehbar“, sagt Martin. „Ich bin einfach froh, dass mein Speed da ist und ich auf allen Strecken schnell bin. Es waren 14 Rennen ohne einen Fehler. Und jetzt ist es eben passiert.“

„Für die verbleibenden Rennen bin ich zuversichtlich, dass ich um den Sieg kämpfen kann. […] Ich bin im Moment der Schnellste, also muss ich ruhig bleiben. Es sind noch zehn Rennen zu fahren, es ist also noch ein langer Weg“, blickt er voraus.

Martin von Bagnaias Comeback beeindruckt
Durch den Sieg von Francesco Bagnaia liegt Martin in der WM jetzt 18 Punkte zurück. Auf die Frage, ob er mit einem solchen Comeback von Startplatz 13 gerechnet hätte, sagt der Spanier: „Ich wusste nicht, dass er zum Zeitpunkt meines Sturzes bereits Dritter war. Ich versuchte, mein eigenes Rennen zu fahren.“

„Ich bin beeindruckt von seinem Comeback, aber wir alle wissen, dass Pecco am Sonntag ein bisschen stärker ist. Er hat einen tollen Job gemacht“, goutiert er Bagnaias Leistung.

Während Bagnaia das Rennen mit dem harten Vorderreifen fuhr, war Maverick Vinales, der bei Martins Führung sein erster Verfolger war, mit der weichen Mischung unterwegs. Er grübelt in Bezug aufs Martin Sturz: „Ich weiß es nicht. Vielleicht war der weiche Vorderreifen nicht gut genug für diesen Rhythmus.“

Er selbst hätte Martin „vielleicht für fünf, sechs Runden folgen können“, sagt der Aprilia-Pilot. „Aber wenn ich das gemacht hätte, wäre mein Hinterreifen am Ende gewesen. Ich musste langsamer machen, weil das nicht meine Pace war.“

„Ich wusste, dass es ein langes Rennen sein wird. Ich war konzentriert, damit ich den Hinterreifen nicht überhitze.“ Am Ende reichte es zwar nicht für den Sieg, aber Platz zwei.

Text von Juliane Ziegengeist, Co-Autor: Alberto Gomez

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