Jorge Lorenzo - © LAT

© LAT – Lorenzo glaubt: Mit mehr
Trockentraining wäre 1. Startreihe möglich
gewesen

(Motorsport-Total.com) – Die Ducati-Piloten Andrea Dovizioso und Jorge Lorenzo starten im letzten gemeinsamen Rennen für die Italiener aus den Startreihen eins und fünf.

Während sich „DesmoDovi“ am Ende des Q2 noch auf Startplatz drei schieben kann, verpasst sein Garagennachbar den Einzug in die Pole-Entscheidung um 0,042 Sekunden. Deshalb wird Lorenzo bei seinem letzten Auftritt in Rot von Platz 13 starten. Beide Fahrer waren mit ihren Leistungen durchaus zufrieden.

„Ich bin zufrieden mit unserer Verbesserung, die wir am Vormittag erzielen konnten“, schildert Dovizioso. Lag der Italiener am Freitag im Starkregen noch unter ferner liefen, konnte er sich am trockenen Samstag deutlich steigern. Er war in allen drei Sessions in den Top 5 zu finden. „Wir haben zwar schon erwartet, dass wir uns steigern können, aber am Ende muss man das auf der Strecke bestätigen. Wir haben die Balance des Bikes geändert, es war viel besser.“

Schon am Vormittag war die Strecke trockener als noch am Vortag, jedoch wurde mit Regenreifen gefahren. Die Ideallinie trocknete erst im vierten Training auf, das Qualifying bestritten alle Piloten auf Slicks. Dovizioso verwendete in beiden Runs die Reifenkombination Medium-Soft. „Mit der Menge an Wasser, die heute Vormittag auf der Strecke stand, kamen wir gut zurecht. Wir werden morgen im Rennen sehen, ob es wieder so stark regnet wie gestern am Nachmittag.“

Stärkere Schmerzmittel helfen Lorenzo
Sein Fazit: „Im Nassen sind wir konkurrenzfähiger geworden. Marc ist ein wenig schneller, aber es kann alles passieren im Rennen. Wir müssen erst abwarten, wie viel Wasser morgen auf der Strecke stehen wird.“ Dovizioso ist auch deshalb so beruhigt, weil er weiß, dass er auf seiner schnellsten Runde, einer 1:31.392 Minuten, einen Fehler eingebaut hat. Trotzdem lag er nur 0,080 Sekunden hinter der Pole-Zeit von Maverick Vinales. „Das ist ein Traum für uns, in der ersten Reihe zu stehen. Das war unser Ziel. Aber das Rennen ist eine ganz andere Geschichte.“

Das weiß auch Teamkollege Jorge Lorenzo. Der Spanier haderte am Freitag im Regen weiterhin mit seiner angeschlagenen Gesundheit. Er fuhr dem Feld mit der verletzten linken Hand hinterher. Bei trockeneren Bedingungen am Samstag hatte er ein besseres Gefühl. „Wahrscheinlich deshalb, weil wir die Dosis der Schmerzmittel heute Morgen erhöht haben. Das hat bestimmt geholfen. Die Verletzung hat sich nach den Trainings gestern auch nicht verschlechtert, das ist positiv.“

Lorenzo gesteht, dass er gar nicht erwartet hatte, im Trockenen so konkurrenzfähig zu sein. Zwar musste er in Q1 antreten, schaffte dort aber die drittschnellste Zeit. „Ich habe mich ganz gut gefühlt. Ich habe das Q2 nur um ein halbes Zehntel verpasst. Und jener Fahrer, dem ich knapp unterlegen bin, hat dann die Pole geholt“, freut er sich. „Das bedeutet, dass ich drei bis fünf Zehntel schneller gewesen wäre, hätte ich mehr Versuche gehabt und wäre es trockener gewesen. Ich hätte um die erste oder zweite Startreihe kämpfen können“, glaubt Lorenzo. Seine Rundenzeit von 1:31.900 Minuten war schließlich sechs Zehntelsekunden langsamer als die Pole-Zeit von Vinales.

Lorenzo: Ducati im Regen nicht mehr so stark
Der Regen am Sonntag treibt ihm neue Sorgenfalten auf die Stirn. Denn Lorenzo glaubt, dass die Desmosedici im Regen weniger stark ist als noch im Vorjahr, ähnliche Äußerungen tätigte Dovizioso bereits gestern. „Im Vorjahr war das Bike im Nassen etwas besser, weil wir mehr mechanische Traktion hatten und weniger Turning in den Kurven. Wenn es regnet, dann ist die Traktion am wichtigsten“, erklärt Lorenzo. Der Mallorquiner ist überzeugt davon, dass die anderen Hersteller aufgeholt haben.

Hinzukommt, dass Lorenzo als Verletzter weniger Risiko im Nassen eingehen kann als ein anderer Fahrer. Dadurch verliere er in jeder Kurve mehr, was schließlich zu einem größeren Rückstand führt. „Es ist schwierig, als Verletzter so schnell wie Dovizioso oder Petrucci zu sein. Vor allem Petrucci hat einen Vorteil, da er 20 Kilogramm schwerer ist. Er hat viel mehr Traktion. Aber auch Dovi ist schnell.“ Lorenzo gibt auch zu, dass seine Entschlossenheit nicht bei hundert Prozent lag.

Die Wetterprognose lässt ihn dennoch nicht schon vor seinem letzten Rennen mit Ducati verzweifeln. „Morgen soll es regnen, da ist die Startposition nicht so wichtig. Wichtiger wird das gute Gefühl auf dem Bike sein. Im Moment habe ich das noch nicht. Vielleicht kann Ducati noch etwas verändern, damit ich auch mit der Verletzung etwas mehr pushen kann“, hofft der 31-Jährige. „Ich werde versuchen, das Rennen so gut wie möglich zu beenden.“

Text von Maria Reyer, Co-Autor: William Zinck

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