Valentino Rossi - © LAT

© LAT – Valentino Rossi erlebte in Valencia
einen Tag zum Vergessen

(Motorsport-Total.com) – Lange Gesichter am Samstag in der Box von Valentino Rossi (Yamaha) nach dem Qualifying der MotoGP beim Saisonfinale 2018 in Valencia.

Der Italiener musste nach einem Sturz im dritten Freien Training in Q1 antreten, wo er den Einzug in Q2 klar verpasste. Lediglich Platz 16 sprang für den neunmaligen Weltmeister hinaus – für Rossi eine herbe Enttäuschung.

„Das war ein sehr schwieriger Tag für mich, sehr hart, denn nach dem Training von gestern im Nassen war ich ziemlich optimistisch stark zu sein, weil ich mich gut fühlte“, sagt Rossi. Doch das gute Gefühl war am Vormittag auf abtrocknender Strecke rasch verflogen. „Heute Morgen im dritten Training, als es zählte, war ich nicht schnell. Ich habe versucht zu attackieren, aber dann bin ich gestürzt“, berichtet Rossi.

In Kurve 4 wurde er mit einem wilden Highsider von seiner Yamaha geschleudert und schlug hart auf. Zwar verließ Rossi die Unfallstelle anschließend zu Fuß, doch bei dem Sturz brach eine alte Schulterverletzung wieder auf. „Ich habe manchmal Schmerzen in meiner linken Schulter, sie ist nicht bei 100 Prozent. Der Schlag war heftig, weil ich von ziemlich hoch gestürzt bin“, sagt er. „Ich lege Eis drauf und habe einige Schmerzmittel genommen, aber beim Fahren ist es kein Problem“, versichert Rossi.

Den Sturz will Rossi nicht als Ausrede für der verpassten Einzug in Q2 nehmen. Auch ohne ihn wäre die Chance darauf seiner Einschätzung nach gering gewesen. „Ich hatte nicht das Tempo und nicht genug Gefühl, um in die Top 10 zu kommen“, gibt der Italiener zu. „Wir haben für den Nachmittag etwas modifiziert, aber ehrlich gesagt hatte ich im vierten Training nie ein gutes Gefühl auf dem Motorrad.

„Ich fühle mich unwohl, kann nicht angreifen und war ziemlich langsam“, lautet der ernüchternde Befund des Yamaha-Fahrers. „Ich habe große Mühe beim Bremsen. Es verzögert zu schlecht wodurch ich zu schnell in die Kurven fahre. Aber auch bei der Beschleunigung fehlt mir Grip“, beschreibt Rossi seine Probleme.

Und die dürften im Rennen nicht kleiner werden, denn es ist erneut Regen vorhergesagt. Damit ist der Startplatz im Mittelfeld alles andere als eine gute Ausgangsposition. „Bei einem nassen Rennen wird es schwierig, denn wenn man in der ersten Runde zurückliegt, hat man jede Menge Gischt und sieht kaum etwas“, so Rossi.

Damit stehen auch seine Chancen schlecht, WM-Rang drei zu verteidigen. Denn Teamkollege Maverick Vinales, der nur zwei Punkte Rückstand auf Rossi hat, war im Qualifying der Schnellste. „Das wird sehr schwierig, denn leider für mich steht Maverick auf der Pole-Position. Es wird schwierig, die zwei Punkte zu halten.“

Text von Markus Lüttgens, Co-Autoren: Oriol Puigdemont

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