Pol Espargaro - © Motorsport Images

© Motorsport Images – Pol Espargaro war im Rennen am Sonntag Alleinkämpfer für Repsol-Honda

(Motorsport-Total.com) – Dass Michelin zum ersten Rennwochenende in Mandalika andere Hinterreifen mitbrachte, als noch beim Test im Februar zur Verfügung standen, bereitete vor allem Honda Probleme. War Pol Espargaro damals noch Testschnellster, ging diesmal so gut wie nichts. Teamkollege Marc Marquez stürzte mehrfach.

„Das war die Situation an diesem Wochenende für uns“, erklärt Espargaro, der bereits im Verlauf des Wochenendes Kritik an Michelin geäußert hatte. „Wir haben uns über Michelin beklagt, weil wir ernsthafte Probleme mit dem Verschleiß des Vorderreifens hatten.“

Im Trockenen, da ist sich der Spanier sicher, hätte er das Rennen nicht beenden können, „weil die Temperatur im Vorderreifen zu heiß war“. Grund dafür war der Hinterreifen, den Honda nicht ins richtige Arbeitsfenster bekam, sodass der Vorderreifen umso stärker beansprucht wurde – mit den beschriebenen Folgen.

Pol Espargaro sieht Verantwortung bei Michelin
„Der Hinterreifen hat ständig blockiert, wie es bei Marcs Sturz passiert ist“, sagt Espargaro. „Wenn wir uns beschweren, dann weil wir wirklich ein Problem haben. Beim Test sind wir schnell und sicher gefahren. Jetzt waren wir langsam und es war nicht sicher.“

Dafür macht der Honda-Pilot in erster Linie Reifenausrüster Michelin verantwortlich. „Marc hatte Glück, dass er sich nicht verletzt hat. Hätte er sich verletzt, dann wäre es die Schuld eines externen Partners, der für dieses Wochenende eine falsche Wahl getroffen hat.“

Marquez war nach einem Sturz am Freitag und zwei Stürzen im Qualifying, die für ihn glimpflich ausgingen, im Warm-up zum Grand Prix von Indonesien erneut abgeflogen. Dem Spanier brach das Hinterrad aus , was zu einem schweren Highsider führte, bei dem er sich eine Gehirnerschütterung zuzog. Die Folge: Startverbot.

Puig: „Das macht es schwer für unsere Fahrer“
Entsprechend nachdenklich fällt das Mandalika-Fazit von Honda-Teammanager Alberto Puig aus. „Das Gefühl war, offen gesagt, überhaupt nicht gut. Punkt eins: Marc hatte viele Stürze und konnte kein Rennen fahren. Punkt zwei: In der Vorsaison waren wir sehr schnell, und dann hat Michelin plötzlich die Reifen gewechselt.“

„Wir verstehen immer noch nicht ganz, was passiert ist, und wir müssen die Reifensituation eingehend mit Michelin besprechen. Es ist sehr schwierig für unsere Fahrer, konstant zu sein und Vertrauen zu haben, wenn sie von einer sehr, sehr schnellen Zeit vor einem Monat in die Situation kommen, in der wir uns an diesem Wochenende befinden. Insgesamt können wir nicht zufrieden sein.“

Angesprochen auf Marquez, betont Puig: „Der nächste Schritt ist seine Genesung. Dieses Wochenende war sehr hart. Der Sturz im Warm-up, sein vierter an diesem Wochenende, war ein schwerer Schlag. Im Moment wollen wir, dass er sich ausruht.“

Sichtprobleme bremsen Espargaro im Regen ein
Espargaro kam im Regenrennen am Sonntag als bester Honda-Pilot auf Platz zwölf ins Ziel. „Während des Rennens hatte Pol ein großes Problem mit seinem Helm“, verrät Puig. „Es sieht so aus, als ob er nicht richtig sehen konnte, und ich denke, er wird diese Situation mit seiner Helmfirma klären.“

„Natürlich war er nicht so schnell, aber nach dem, was er uns und dem Team nach dem Rennen sagte, konnte er von der ersten Runde an nichts mehr sehen. Bei einer so großen Wassermenge in einer Gruppe von vier oder fünf Fahrern hat man keine Chance, wenn man nichts sehen kann. Das war kein gutes Ergebnis für ihn.“

Text von Juliane Ziegengeist

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