Jonas Folger - © GP-Fever.de

© GP-Fever.de – Jonas Folger war schneller als Jorge Lorenzo und Valentino Rossi

Nach den starken Rundenzeiten bei den Vorsaisontests wuchs der Druck auf Jonas Folger vor dem Saisonauftakt in Katar deutlich an. Doch der MotoGP-Neuling setzte sich auch in der ersten Testsession der neuen Saison stark in Szene und fuhr in den Schlussminuten die viertschnellste Zeit des Tages.

„Ich denke, das war ein guter Start in das Wochenende, wir können zufrieden sein“, fasst Folger nüchtern zusammen. „Zunächst war es allerdings nicht einfach, in den Rhythmus zu kommen. Die Streckenverhältnisse waren deutlich schlechter als vor zwei Wochen. Der starke Wind erschwerte die Sache zusätzlich. Das war wirklich ein großes Problem, weil dieser das Motorrad im Kurvenausgang weit rausgetragen hat und deshalb hatten wir auch eine starke Wheelie-Neigung.“

„Es war wegen der Bedingungen oftmals ein Kampf mit dem Motorrad. Auf jeden Fall war es eine große Umstellung gegenüber dem Test“, vergleicht Folger. „Für morgen gibt es einige Bereiche, die wir verbessern müssen. Im Moment ist das Bike noch nicht richtig ausbalanciert. Vorne ist es etwas zu tief abgestimmt. Daran müssen wir hauptsächlich arbeiten, um ein besseres Einlenkverhalten zu erreichen.

„Zudem sind ein paar Änderungen an der Elektronik erforderlich. Abgesehen davon könnte es morgen ein ganz besonders interessanter Abend werden. Falls es regnet, werden wir auf jeden Fall rausgehen und die Verhältnisse checken. Doch wie gesagt, das erste Training verlief sehr positiv. Wir waren auf Anhieb schnell und konnten uns zum Schluss sogar noch deutlich steigern“, freut sich Folger.

„Diese Runde hätte sogar noch etwas schneller sein können, doch in Kurve eins habe ich einen Fehler gemacht und war mir nicht sicher, ob ich diese Zeit noch aufholen könnte“, schildert der Tech-3-Pilot, der in den finalen Minuten eine Schlussoffensive startete: „Wie alle anderen sind wir mit dem weichen Reifen rausgegangen, was sich schließlich auch ausgezahlt hat.“

Teamchef Herve Poncharal ist im Gespräch mit ‚Eurosport‘ voll des Lobes für seinen Neuzugang: „Jonas ist definitiv die Entdeckung des Winters. Wir sind sehr glücklich, dass wir ihn bei uns haben, und hoffen mit ihm in eine tolle Saison starten zu können“, erklärt der Franzose und freut sich über den positiven Start in die neue Saison. Auch Teamkollege Johann Zarco übertrifft die Erwartungen. Der Moto2-Weltmeister wurde am Donnerstag Achter.

„Vom ersten Test in Valencia bis hierher war es ein fantastischer Start. Ob in Malaysia, Phillip Island oder Katar: Sie waren einfach überall schnell. Okay, Wintertest ist Wintertest. Jetzt gehen das offizielle Training und das offizielle Rennen los. Da wird der Druck größer, jeder wird das Maximum geben. Aber wir sind sehr, sehr zufrieden mit unseren Fahrern“, betont Poncharal.

„Es wird einen harten Kampf um den Rookie-Titel geben. Das sind Sam Lowes, Alex Rins, Jonas Folger und Johann Zarco, die alle darum buhlen. Das ist das erste Ziel. Und ich weiß, dass unsere Jungs alles geben, um diesen Titel zu holen“, kommentiert der Tech-3-Teamchef und schaut zielstrebig in die Zukunft: „Wenn wir die Saison in den Top 10 beenden könnten, wäre das toll. Top 10 oder vielleicht noch ein bisschen besser.“

Ergebnisse FP1 MotoGP 2017 Katar

1 25 Maverick VIÑALES SPA Movistar Yamaha MotoGP YAMAHA 1’54.316 17 18 334.8
2 93 Marc MARQUEZ SPA Repsol Honda Team HONDA 1’54.912 17 18 0.596 0.596 337.7
3 26 Dani PEDROSA SPA Repsol Honda Team HONDA 1’55.210 15 16 0.894 0.298 337.7
4 94 Jonas FOLGER GER Monster Yamaha Tech 3 YAMAHA 1’55.587 15 15 1.271 0.377 333.3
5 99 Jorge LORENZO SPA Ducati Team DUCATI 1’55.607 15 17 1.291 0.020 342.9
6 76 Loris BAZ FRA Reale Avintia Racing DUCATI 1’55.624 16 16 1.308 0.017 333.6
7 35 Cal CRUTCHLOW GBR LCR Honda HONDA 1’55.639 15 15 1.323 0.015 334.1
8 5 Johann ZARCO FRA Monster Yamaha Tech 3 YAMAHA 1’55.792 17 18 1.476 0.153 334.2
9 46 Valentino ROSSI ITA Movistar Yamaha MotoGP YAMAHA 1’55.799 18 18 1.483 0.007 339.6
10 41 Aleix ESPARGARO SPA Aprilia Racing Team Gresini APRILIA 1’55.872 14 15 1.556 0.073 332.2
11 4 Andrea DOVIZIOSO ITA Ducati Team DUCATI 1’55.873 5 17 1.557 0.001 342.8
12 45 Scott REDDING GBR OCTO Pramac Racing DUCATI 1’56.000 16 16 1.684 0.127 339.9
13 29 Andrea IANNONE ITA Team SUZUKI ECSTAR SUZUKI 1’56.027 16 17 1.711 0.027 334.6
14 19 Alvaro BAUTISTA SPA Pull&Bear Aspar Team DUCATI 1’56.128 17 19 1.812 0.101 343.8
15 17 Karel ABRAHAM CZE Pull&Bear Aspar Team DUCATI 1’56.399 14 14 2.083 0.271 338.4
16 9 Danilo PETRUCCI ITA OCTO Pramac Racing DUCATI 1’56.419 8 15 2.103 0.020 341.5
17 43 Jack MILLER AUS EG 0,0 Marc VDS HONDA 1’56.453 10 16 2.137 0.034 334.9
18 42 Alex RINS SPA Team SUZUKI ECSTAR SUZUKI 1’56.502 15 16 2.186 0.049 334.9
19 53 Tito RABAT SPA EG 0,0 Marc VDS HONDA 1’56.725 17 18 2.409 0.223 336.0
20 8 Hector BARBERA SPA Reale Avintia Racing DUCATI 1’56.725 13 14 2.409 341.5
21 44 Pol ESPARGARO SPA Red Bull KTM Factory Racing KTM 1’57.630 11 16 3.314 0.905 334.8
22 22 Sam LOWES GBR Aprilia Racing Team Gresini APRILIA 1’57.887 12 14 3.571 0.257 330.8
23 38 Bradley SMITH GBR Red Bull KTM Factory Racing KTM 1’58.114 17 17 3.798 0.227 332.6

Text von Sebastian Fränzschky

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