Maverick Vinales - © GP-Fever.de

© GP-Fever.de – Maverick Vinales kam an seine Zeit aus dem ersten Freien Training nicht heran

Nach dem Auftakt am Donnerstag hatten die 23 MotoGP-Piloten am Freitag zwei weitere Freie Trainings zur Verfügung, um sich für das Rennen am Sonntag vorzubereiten und ihre Zeiten zu verbessern.

Wichtig war es in den finalen Minuten des dritten Freien Trainings, sich einen Platz innerhalb der Top 10 zu sichern. Die Bedingungen waren nicht ideal, denn die Donnerstags-Bestzeit von Yamaha-Pilot Maverick Vinales wurde nicht unterboten. Durch den Regen im Laufe des Tages verlor die Piste an Haftung. Zudem war es erneut sehr windig.

Somit stand Vinales mit seiner 1:54.316er-Runde vom Donnerstagabend nach wie vor an der Spitze der Wertung. So reibungslos wie am Donnertag lief es für den Ausnahmekönner aber nicht. Der junge Spanier stürzte im zweiten Freien Training und fuhr im dritten Freien Training mehr als eine halbe Sekunde langsamer als am Vortag. Für den Rest des Wochenendes ist der Yamaha-Neuzugang aber nach wie vor der Favorit, denn die Gegner schwächelten am Freitag.

Weltmeister Marc Marquez fand am Freitag keine perfekte Abstimmung für seine Werks-Honda und konnte Vinales‘ Zeit nicht gefährden. Den Sprung ins Q2 schaffte Marquez aber souverän. Und auch Teamkollege Dani Pedrosa erlaubte sich keinen groben Schnitzer und fuhr in die Top 10.

Jorge Lorenzo wütend
Dieses Kunststück gelang Ducati-Neuzugang Jorge Lorenzo nicht. Beim finalen Versuch riskierte der Spanier viel, landete in der kombinierten Wertung aller Trainings aber nur auf Position zwölf. Deshalb muss Lorenzo am Samstag den Umweg über das Q1 gehen. Der ehemalige Yamaha-Pilot konzentrierte sich am Freitag auf den weichen Hinterreifen, denn mit der härteren Mischung kommt der dreifache MotoGP-Champion nicht besonders gut zurecht. „Wir arbeiten mit dem weichen Reifen weiter, weil wir untersuchen möchten, ob er für das Rennen in Frage kommt“, bestätigt Teammanager Davide Tardozzi.

Ducati-Teamkollege Andrea Dovizioso steigerte sich mit der weicheren Reifenmischung deutlich und fuhr in die Top 5. Am Donnerstag verzichtete der Italiener auf einen Versuch mit der auf eine Runde schnelleren Reifenmischung und konzentrierte sich auf die Rennabstimmung. Überraschend stark präsentierte sich Pramac-Pilot Scott Redding, der im zweiten Freien Training die Bestzeit fuhr und sich direkt für das Q2 qualifizierte. Im dritten Freien Training stürzte der Brite aber und humpelte von der Unfallstelle. Und auch Teamkollege Danilo Petrucci landete mit seiner Desmosedici im Kiesbett.

Hauchdünn in den Top 10 behauptete sich Yamaha-Werkspilot Valentino Rossi. Der Publikumsliebling wirkte am Freitag etwas selbstsicherer als am Donnerstag, doch beim finalen Versuch streikte die Technik. Nach nur einer Runde steuerte Rossi die Yamaha-Box an und teilte seiner Crew mit, dass die Gasannahme nicht wie gewohnt funktioniert. Nach einigen Diskussionen und Arbeiten an der M1 ging Rossi erneut auf die Strecke, konnte seine Zeit aber nicht weiter verbessern. Der 38-jährige Italiener hatte Glück, dass sich kein anderer Fahrer verbessern konnte. Lediglich 21 Tausendstelsekunden lagen schlussendlich zwischen Platz zehn (Rossi) und elf (Petrucci).

Andrea Iannone erlöst Suzuki
Landsmann Andrea Iannone sorgte mit seiner Werks-Suzuki für die größte Überraschung des dritten Freien Trainings. Iannone stürmte aus dem nichts auf Position zwei und qualifizierte sich damit direkt für das Q2. Im dritten Freien Training war Iannone mehr als eine Sekunde schneller als in den beiden ersten Sessions. Teamkollege Alex Rins verpasste den Einzug in die Top 10 und landete mit 1,863 Sekunden Rückstand auf der 18. Position.

Tech 3 durfte sich auch am Freitag freuen, denn beide MotoGP-Rookies bestätigten die starke Form vom Vortag und fuhren in die Top 10. Jonas Folger musste im dritten Freien Training einen leichten Ausrutscher verdauen, begeisterte aber mit Platz acht. „Die Streckenbedingungen sind sehr schwierig. Es ist sehr windig. Wir fuhren mit gebrauchten Reifen, um uns für das Rennen vorzubereiten“, erklärt Crewchief Nicolas Goyon den unfreiwilligen Ausritt. Tech-3-Teamkollege Johann Zarco stürmte in den finalen Minuten sogar auf die vierte Position und war zweitbester Yamaha-Pilot.

Diese Fahrer müssen am Samstag im Q1 antreten:
Danilo Petrucci (Pramac-Ducati)
Jorge Lorenzo (Ducati)
Alvaro Bautista (Aspar-Ducati)
Loris Baz (Avintia-Ducati)
Aleix Espargaro (Aprilia)
Jack Miller (Marc-VDS-Honda)
Karel Abraham (Aspar-Ducati)
Alex Rins (Suzuki)
Tito Rabat (Marc-VDS-Honda)
Hector Barbera (Avintia-Ducati)
Sam Lowes (Aprilia)
Pol Espargaro (KTM)
Bradley Smith (KTM)

Ergebnisse FP3 MotoGP 2017 Katar

1 25 Maverick VIÑALES SPA Movistar Yamaha MotoGP YAMAHA 1’54.834 17 17 339.5
2 29 Andrea IANNONE ITA Team SUZUKI ECSTAR SUZUKI 1’54.848 16 17 0.014 0.014 337.5
3 5 Johann ZARCO FRA Monster Yamaha Tech 3 YAMAHA 1’55.008 15 17 0.174 0.160 341.0
4 4 Andrea DOVIZIOSO ITA Ducati Team DUCATI 1’55.042 13 15 0.208 0.034 348.0
5 26 Dani PEDROSA SPA Repsol Honda Team HONDA 1’55.113 15 16 0.279 0.071 344.0
6 35 Cal CRUTCHLOW GBR LCR Honda HONDA 1’55.211 15 16 0.377 0.098 339.8
7 93 Marc MARQUEZ SPA Repsol Honda Team HONDA 1’55.296 14 15 0.462 0.085 343.0
8 9 Danilo PETRUCCI ITA OCTO Pramac Racing DUCATI 1’55.435 15 16 0.601 0.139 344.7
9 99 Jorge LORENZO SPA Ducati Team DUCATI 1’55.461 14 15 0.627 0.026 348.7
10 41 Aleix ESPARGARO SPA Aprilia Racing Team Gresini APRILIA 1’55.634 16 16 0.800 0.173 344.8
11 19 Alvaro BAUTISTA SPA Pull&Bear Aspar Team DUCATI 1’55.676 17 17 0.842 0.042 347.0
12 94 Jonas FOLGER GER Monster Yamaha Tech 3 YAMAHA 1’55.713 13 14 0.879 0.037 338.3
13 46 Valentino ROSSI ITA Movistar Yamaha MotoGP YAMAHA 1’55.790 15 15 0.956 0.077 342.6
14 17 Karel ABRAHAM CZE Pull&Bear Aspar Team DUCATI 1’56.095 14 16 1.261 0.305 345.6
15 42 Alex RINS SPA Team SUZUKI ECSTAR SUZUKI 1’56.249 16 17 1.415 0.154 341.3
16 53 Tito RABAT SPA EG 0,0 Marc VDS HONDA 1’56.617 14 15 1.783 0.368 339.9
17 45 Scott REDDING GBR OCTO Pramac Racing DUCATI 1’56.662 9 14 1.828 0.045 342.7
18 43 Jack MILLER AUS EG 0,0 Marc VDS HONDA 1’56.692 14 17 1.858 0.030 341.7
19 22 Sam LOWES GBR Aprilia Racing Team Gresini APRILIA 1’56.854 11 13 2.020 0.162 336.3
20 76 Loris BAZ FRA Reale Avintia Racing DUCATI 1’56.935 4 15 2.101 0.081 338.3
21 8 Hector BARBERA SPA Reale Avintia Racing DUCATI 1’57.005 12 12 2.171 0.070 345.8
22 44 Pol ESPARGARO SPA Red Bull KTM Factory Racing KTM 1’57.630 15 17 2.796 0.625 340.1
23 38 Bradley SMITH GBR Red Bull KTM Factory Racing KTM 1’57.654 10 18 2.820 0.024 336.8

Text von Sebastian Fränzschky

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