Jorge Lorenzo - © Michelin

© Michelin – Zum ersten Mal saß Jorge Lorenzo im roten Shirt bei einer Pressekonferenz

„Sicher ein wildes Tier. Es kann ein Tiger oder ein Löwe sein“, würde Jorge Lorenzo seine neue Ducati Desmosedici mit einem Tier vergleichen.

Weltweit blicken die MotoGP-Fans an diesem Wochenende gespannt auf den Saisonauftakt in Katar und erwarten sehnsüchtig, wie sich der dreimalige Weltmeister mit dem italienischen Bike schlagen wird.

„Für mich ist es eine neue Ära. Ich freue mich, dass es jetzt losgeht“, gibt sich Lorenzo in der Pressekonferenz entspannt und gut gelaunt.

Neun Testtage hat er in diesem Jahr absolviert und er muss eingestehen, dass die Umstellung auf die Ducati nach dem positiven Valencia-Test im November doch schwieriger war als gedacht. „Ein wenig“, meint Lorenzo. „Vor allem der erste Testtag in Sepang war ein Schock. Ich war es gewöhnt, dass ich von Beginn an konkurrenzfähig bin. Diesmal hat es länger gedauert, bis ich schließlich am letzten Tag in Katar gute Fortschritte gemacht habe und ziemlich konkurrenzfähig war. Das stimmt mich für die Zukunft optimistisch.“

Sollte Lorenzo den Saisonauftakt gewinnen, dann würde ihm das gleiche Kunststück gelingen wie Valentino Rossi. 2003/04 gewann der Italiener zwei Rennen mit zwei verschiedenen Herstellern hintereinander. Ende 2016 holte Lorenzo in Valencia seinen letzten Yamaha-Triumph. Den Katar-Sieg nimmt er bei der Pressekonferenz nicht in den Mund. Wie schätzt er seine Chancen ein? „Schwierig zu sagen, weil ich mit diesem Motorrad nicht auf vielen Strecken Erfahrung habe. Soweit ich bei den Wintertests gesehen habe, hängt es stark von den Strecken ab. Ich weiß noch nicht, wo mein Limit ist und welches Level ich finden kann.“

Anhand der Wintertests auf dem Losail Circuit will Lorenzo deshalb keine Prognose wagen: „Am zweiten Testtag fehlte mir eine Sekunde auf die Spitze, aber am Ende war ich vorne dabei. Deswegen kenne ich für dieses Wochenende mein Potenzial nicht. Vielleicht bin ich weit hinten, oder es läuft besser als gedacht. Ich schätze, wir müssen für die weiteren Strecken das Potenzial verbessern. Das ist mein Ziel für die Zukunft. Abgesehen davon muss ich mich auf das Motorrad einstellen.“

Lorenzo denkt deshalb langfristig und will den Druck nicht zu groß werden lassen: „Wir müssen es Schritt für Schritt machen“, sagt er deutlich. „So sind die Wintertests auch verlaufen. Beim letzten Test hier in Katar gelang mir ein großer Fortschritt. Am letzten Tag war ich nur knapp hinter der Spitze. Über eine Runde sind wir etwas schneller als bei der Rennpace“, hält er fest und betont, dass die Arbeit an der Rennabstimmung an den Trainingstagen im Fokus stehen wird. „Ich bin mir sicher, dass wir Schritt für Schritt besser werden. Es ist eine Frage der Zeit, bis das Bike und ich eine Einheit sind und wir das Motorrad für die Zukunft verbessern.“

Text von Gerald Dirnbeck

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