Mit Maverick Vinales hat der erste Werksfahrer seinen Vertrag über die MotoGP-Saison 2018 verlängert. Bei der offiziellen Vorstellung der neuen Yamaha M1 am gestrigen Mittwoch verkündete der Spanier, dem Hersteller auch in den kommenden zwei Jahren treu zu bleiben. Teamkollege Valentino Rossi hält sich mit derlei Verlautbarungen noch zurück. Die Entscheidung über die Fortsetzung seines MotoGP-Engagement sei noch offen, sagt der Italiener.

Valentino Rossi - © Yamaha

© Yamaha – Valentino Rossi will die Entscheidung
über seine MotoGP-Zukunft nicht überstürzen

„Vor ein paar Tagen habe ich mit Lin (Jarvis, Yamaha-Renndirektor; Anm d. R.) gesprochen und er hat mir das mit Maverick verraten.

In der Vergangenheit habe ich selbst mal früher, mal später unterzeichnet. Das hängt von verschiedenen Faktoren ab“, erklärt Rossi. „Ich sagte Lin, dass ich noch abwarten möchte, insbesondere den Test und vielleicht die ersten drei Rennen der Saison.“ Diese beginnt am 18. März mit dem Großen Preis von Katar.

Für Rossi ist die MotoGP-Saison 2018 sein 18. Jahr in der Königsklasse. Zum 13. Mal tritt er auf einer Yamaha an. Mit dem japanischen Hersteller konnte er vier Weltmeisterschaften für sich entscheiden, insgesamt neun Titel nennt er sein Eigen. Im Kampf um Nummer zehn schied er im vergangenen Jahr unglücklich durch einen Beinbruch beim Training aus. Je nachdem wie Rossi in diese Saison startet, will er über seine Zukunft entscheiden.

Diese Frage stellt sich Valentino Rossi

„Aber ich denke nicht, dass wir viel über den Vertrag diskutieren werden müssen“, sagt der 38-Jährige. „Wir sind optimistisch und haben keine Eile. Nach den ersten Rennen werden wir mehr sagen können.“ Und das auch bezüglich des Umfangs einer möglichen Verlängerung: „Normalerweise sprechen wir immer über zwei Jahre, aber es kann auch mal nur ein Jahr sein. Yamaha ist da offen. Wir werden das gemeinsam besprechen.“

Die Entscheidung, ob er weiterfährt oder nicht, steht und fällt dabei vor allem mit einer Frage, wie Rossi verrät: „Habe ich genug Motivation, um weiterhin 100 Prozent zu geben, mich zu fokussieren und jeden Tag zu trainieren? Oder ziehe ich es vor, zu Hause zu bleiben, um mir die Rennen im Fernsehen von der Couch aus anzuschauen oder vielleicht mit jungen Fahrern zusammenzuarbeiten? Diese Entscheidung muss ich selbst treffen.“

Mit der VR46 Riders Academy und zwei eigenen Teams in den kleineren Klassen hätte Rossi auch so genug zu tun. „Ich freue mich, dass so viel nebenbei passiert“, kommentiert der Italiener seine Aktivitäten abseits der eigenen Box. „So ergeben sich auch für die Zeit nach meiner aktiven Karriere interessante Optionen. Das ist positiv. Der Fokus liegt aber natürlich darauf, Motorrad zu fahren und das möglichst an der Spitze.“

Pernat sicher: Es gibt einen Vorvertrag
MotoGP-Fahrermanager Carlo Pernat zeigt sich indes zuversichtlich, Rossi dort noch eine ganze Weile zu sehen. Im Gespräch mit „Corriere dello Sport“ verrät er: „Wir könnten nicht ohne ihn auskommen. Vale hat bewiesen, dass er immer noch konkurrenzfähig ist. Er ist einzigartig. Yamaha wird versuchen, ihn zu halten, und dann wird er eine Option für 2020 unterschreiben. Es gibt wahrscheinlich schon einen Vorvertrag.“

Rossi werde nur dann aufhören, „wenn er selbst merkt, dass er nicht mehr wettbewerbsfähig ist“, sagt Pernat weiter. „Aber ich denke nicht, dass das passieren wird.“ In der vergangenen Saison gewann der Yamaha-Pilot mit dem Großen Preis der Niederlande ein Rennen und verzeichnete damit den 115. Sieg in seiner langen Grand-Prix-Karriere. Insgesamt sechsmal stand er auf dem Podium. Am Ende wurde er Fünfter im Gesamtklassement.

Text von Juliane Ziegengeist & Carlos Guil

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